Gestrandet im Pazifik: Fünf YouTuber bauen aus Treibgut ein Segelboot und scheitern einen Kilometer vor dem Ziel
MrBeast ミスタービーストDie Ausgangslage des Videos ist schnell erklärt. Eine Gruppe um Jimmy sitzt auf einer Insel mitten im Pazifik fest. Der einzige Ausweg besteht darin, ein eigenes Boot zu bauen und damit mehrere Kilometer übers offene Meer zu einer anderen Insel zu segeln. Auf die Frage, warum man sich das antue, antwortet die Gruppe halb im Scherz, die Zuschauer sähen sie eben gern leiden. Ernsthafter wird die Begründung so formuliert: Ob man als Gestrandeter von einer Insel entkommen könnte, frage sich „jeder junge Mann“. Das Video dokumentiert rund eine Woche Bauzeit und eine fast zwölfstündige Überfahrt. Es endet nicht mit dem erhofften Triumph.
Die Crew und ein Problem: Niemand kann segeln
Gleich zu Beginn stellt sich heraus, dass die Gruppe kaum Erfahrung mitbringt. Auf die Frage, ob schon jemand gesegelt sei, kommt ein klares Nein. Am ersten Abend fragt Jimmy die Runde ausdrücklich: Nolan hat noch nie ein Boot gebaut, Chandler auch nicht, Jimmy selbst ebenso wenig. Deshalb ist Hase dabei, der in einem anderen Video bereits ein Boot gebaut hat. Hase übernimmt im Verlauf die Rolle des Bootsbauers und später des Kapitäns. Darius ist zunächst Kameramann, wird aber im Lauf der Woche zu einer der wichtigsten Arbeitskräfte.
Jimmy gibt offen zu, nicht zu wissen, wie lange das Projekt dauern wird. Man sei „nur ein paar YouTuber“, die einen Unterschlupf zusammenschustern. Hase sagt später, alle verließen sich auf seine Expertise. Wenn es gelinge, die Überfahrt mit Leuten zu schaffen, die nie gesegelt sind, würde Hase sich „ewig dafür feiern“.
Erster Tag: Erst das Camp, dann das Boot
Bevor überhaupt an ein Boot zu denken ist, sammelt die Gruppe Holz und baut einen Unterschlupf, „damit die Insel uns nicht tötet, bevor wir entkommen“. Das Ergebnis ist eine Art Baumfestung. In einer mitgebrachten Kiste befinden sich hilfreiche Dinge, darunter ein Wasservorrat. Er sieht reichlich aus, muss aber bis zur Fertigstellung des Bootes reichen.
Schon der Camp-Bau zieht sich bis in die zehnte und elfte Stunde und macht der Gruppe klar, was bevorsteht: Wenn schon ein Lager so schwer zu bauen ist, wie soll es dann erst mit dem Boot werden? Bei Sonnenuntergang wird vorsichtig Feuer gemacht und geplant. Laut Erzählung ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand, wie sehr die Challenge die Gruppe strapazieren würde.
Zweiter Tag: Ein Modell aus Stöcken und einem Hemdfetzen
Am Morgen des zweiten Tages arbeitet Hase als Einziger bereits am Boot, während die anderen gerade aufwachen. Begründung: „Ich will weg.“ Hase hat ein kleines Modell gebaut, das die Konstruktion zeigt: zwei Stämme als Rumpf, darauf Querbalken und ein Mast. Als Segel dient ein Stück von Nolans Hemd, das nach kurzem Protest abgegeben wird. Das Modell schwimmt. Der Prototyp funktioniere zwar, heißt es, das echte Boot werde aber dreißig- bis vierzigmal größer sein und alle tragen müssen.
Material aus Dschungel und Treibgut
Als Baumaterial empfiehlt Hase Bambus, weil er leicht ist und deshalb schwimmt. Der Bambus wächst jedoch tief im Dschungel. Vor dem Aufbruch beruft Hase eine Notbesprechung ein und warnt vor drei Tieren: der gewöhnlichen Lanzenotter, der Greifschwanz-Lanzenotter und der Bananenspinne. Unterwegs klagt jemand über Ameisen im Hemd, und das Fazit lautet: „Alles hier versucht, uns zu töten.“
Neben dem Bambus wird Müll zur wichtigsten Ressource. Laut Video fahren große Schiffe an der Insel vorbei und kippen Abfall ins Meer, der dann am Strand landet. Für die Gruppe ist das Baumaterial, und jedes verschlossene Gefäß gilt als „Gold wert“. Die Losung lautet: „Wir machen den Strand sauber und entkommen!“ Bei der Suche findet die Gruppe einen kaputten blauen Container, dann einen, der schwimmt, und schließlich einen weiteren, der intakt aussieht. Jimmy spricht von einem drohenden Hitzschlag, aber der Fund sei es wert gewesen. Damit ist zwar genug Material für den Baubeginn da, wegen der Hitze reicht die Kraft an diesem Tag aber nicht mehr. Die Bilanz des zweiten Tages fällt ernüchternd aus: Alle sind „im Eimer“, und auf die Frage, ob Jimmy zufrieden sei, kommt die Antwort, in diesem Tempo dauere das einen Monat.
In der Nacht findet Nolan eine große Spinne im Bett. Nach einigem Geschrei wird sie erschlagen beziehungsweise hinausbefördert, an Schlaf ist für Nolan danach trotzdem kaum zu denken.
Dritter Tag: Werkstatt im Schatten, Kameramann an die Arbeit
Um nicht erneut in der Sonne zu „schmelzen“, verlegt die Gruppe die Werkstatt in den Schatten, denn nur so lasse sich länger arbeiten. Auf dem Weg dorthin findet Chandler ein weiteres Fass, das zum Auftrieb beitragen soll. Jetzt ist genug Bambus und Holz für ein „gutes Boot“ vorhanden. Optisch sei es zwar noch ein Haufen Holz und Schrott, aber daraus werde ein Boot. Es fehle „nur viel Arbeit“.
Weil die Crew erschöpft ist, wird umverteilt: Darius soll mitbauen, Chandler übernimmt die Kamera. Erst mit Darius im „Bootsdienst“ geht es laut Jimmy wirklich voran. Gleichzeitig wird die Fallhöhe betont: Ist nur ein Knoten lose und trifft eine Welle das Boot, versinkt alles im Meer. Am Abend entsteht das Bambusdeck, und das Ganze beginnt nach einem Segelboot auszusehen. Vor die Wahl gestellt, weiterzubinden, zu optimieren, das Segel zu bauen oder zu essen, entscheidet sich die Gruppe fürs Abendessen.
Hases Gezeitenplan
Am nächsten Morgen denkt Hase über die Strömungen nach. Bei wechselnden Gezeiten werde das Wasser von der Küste weggezogen. Passe man den richtigen Moment ab, reiße die Strömung das Boot aufs Meer hinaus. Hase warnt aber auch: Bei falschem Wind und falscher Strömung könne „nicht mal ein Motor“ sie zu der anderen Insel bringen. Dieser Satz wird gegen Ende des Videos noch einmal eingespielt.
Als Tagesziel nennt Hase, das Deck festzubinden und Material für Ruder zu sammeln. Das Segel solle erst kommen, wenn ein Schwimmtest bestanden sei.
Vierter Tag: Die Jagd nach dem vierten Fass
Ein Problem bleibt: Es fehlt ein viertes Fass. Ohne es werde das Boot schief, auf einer Seite schräg im Wasser liegen. Es bleibt nichts anderes übrig, als so lange über die Insel zu laufen, bis eines auftaucht. Jimmy berichtet von 38 Grad Hitze. Jimmy merkt außerdem selbstironisch an, das Video zeige bisher eigentlich nur, wie die Gruppe im Müll nach Bootsteilen sucht. Doch der Müll sei die einzige Hoffnung gewesen.
Während Hase bei den Knoten bleibt, weil das am besten zu den eigenen Fähigkeiten passe und ein falscher Knoten alles instabil machen würde, suchen die anderen. Nach zwei Stunden wird ein Fass gefunden. Der Rückweg über die Steine wird zur Tortur, denn ein Teil der Suchtrupps ist ohne Wasser losgezogen. Nolan klagt über kribbelige Finger und Tunnelblick und spricht davon, gleich in Ohnmacht zu fallen. Zusätzlich findet die Gruppe ein Metallteil, in dem Plastikstücke über dem Feuer geschmolzen werden sollen, um daraus Ruder zu formen.
Darius kommt schließlich mit dem blauen Fass und einem Ruder zurück, während Nolan sichtlich angeschlagen ist, sich setzen muss und dringend Wasser braucht. Laut Jimmy wurde der Gruppe in diesem Moment klar, dass alle zusammenarbeiten müssen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Wasservorrat bereits zur Hälfte aufgebraucht, sodass ein langer weiterer Aufenthalt nicht möglich ist.
Der Schwimmtest
Mit vier Fässern, die durch Hölzer gesichert sind, und 17 Querbalken, die auf beiden Seiten festgebunden werden, steht die Gruppe vor einer Entscheidung: weiterbauen und hoffen oder zuerst testen, ob das Gerüst überhaupt schwimmt. Sie entscheidet sich für den Test. Hase sagt dazu, kein Schiffsbauer zu sein, sich aber „etwas auszukennen“. Das Floß schwimmt, und die Gruppe jubelt. Zum ersten Mal hält Jimmy die Flucht für möglich.
An dieser Stelle hält Jimmy einen persönlichen Rückblick. Auf dem Kanal entstünden viele Videos mit riesigen Sets, hunderten Kandidaten und Preisen wie einer Million Dollar. Manchmal sei es aber schön, einfach mit Freunden auf einer Insel ein Boot zu bauen. Es sei heiß, es gebe Tiere, das Video sei hart, aber es mache Spaß, mit den Jungs Zeit zu verbringen. Früher habe man so etwas öfter gemacht, heute seltener. Der Plan lautet nun: Das Boot könnte am nächsten Abend fertig sein, und am Tag danach könnte bei passender Strömung abgelegt werden. Ein „eher wichtiges Detail“ fehlt allerdings noch: Bislang ist es ein Floß und kein Segelboot.
Fünfter Tag: Segel, Ruder und Skeg
Der Druck steigt. Das Wasser geht zur Neige, und Nolan sieht nach Einschätzung der anderen schlimm aus. Nolan berichtet, über 60 Mal gestochen worden zu sein, allein an Armen und Händen, und ist sich nicht sicher, länger zu bleiben, falls die Gruppe nicht am nächsten Tag aufbricht. Die Antwort: Man fahre morgen.
Nicht alles klappt. Der Versuch, Plastik zu schmelzen, scheitert, obwohl das Wasser gekocht hat. Die Gruppe kommentiert das selbstironisch: Für so etwas schaue man Mark Rober, nicht sie, die „Idioten auf einer Insel“. Stattdessen erklärt Hase den Skeg, ein Bauteil, das den Kurs des Bootes stabilisiere, „auch wenn es das nicht will“. Aus einem seitlich gedrehten Teil entsteht ein Ruder-Prototyp, der zunächst eher wie eine Flagge aussieht und enger gebunden werden muss. Geplant sind vier solcher Paddel. Schon beim Gedanken daran, stundenlang rudern zu müssen, klagt jemand über schmerzende Schultern.
Für das Segel braucht Hase sehr dünnen, harten Bambus. Das Ergebnis ist ein Krebsscherensegel, „wie im alten Polynesien“. Nachdem das Segel am Mast befestigt ist, muss Hase ein Loch bohren. Geht das schief, ist das Segel ruiniert. In dieser Phase übernimmt jeder eine Aufgabe, und die Gruppe wird nach Jimmys Worten zu einer „gut geölten Strandmaschine“: Einer arbeitet am Skeg, einer am Ruder, einer am Segel.
Hase erklärt, warum dieser letzte Arbeitsschub entscheidend ist. Der Neumond mache die Gezeiten extrem. Breche man zum Ende der Flut auf, werde das Boot in Richtung der Zielinsel gezogen. Es ist das „perfekte Timing“, sofern das Boot rechtzeitig fertig wird. Bis zum Aufbruch bleiben zwölf Stunden. Das Segel fängt bei der Montage tatsächlich Wind, die Ruder werden fertig, und die Steuerung soll über ein Seil erfolgen. Bei Einbruch der Dunkelheit bleiben noch anderthalb Stunden Licht. Danach wird bis kurz vor Mitternacht weitergearbeitet, bis die Erschöpfung so groß ist, dass einer nicht mehr weiß, woran er gerade baut. Jimmy beschreibt, die ganze Nacht ans Heimkommen und an die Familie gedacht zu haben.
Der Aufbruch
Am Morgen der Abfahrt wird das Boot ins Wasser gebracht. Jimmy fasst zusammen: Nach einer Woche Plackerei sei dieses Boot entstanden. Vor dem Ablegen gibt Jimmy der Crew ein Motto vor. Auf die Frage, was zu tun sei, wenn man k.o. ist oder nicht mehr will, antwortet die Gruppe jedes Mal: „Weiterpaddeln!“
Anfangs hilft die Strömung, das Boot aufs Meer hinauszuziehen. Hase warnt jedoch, dass das nicht lange so bleibe: In einigen Stunden erreiche man einen Kanal, dessen Strömung seitlich aufs offene Meer ziehe. Deshalb müsse man jetzt so nah wie möglich an die Insel heran. Mit gesetztem Segel schätzt Hase die Geschwindigkeit auf etwa eine Seemeile pro Stunde. Es fühle sich nicht so an, aber man komme voran. Die Zielinsel ist noch acht Kilometer entfernt und vom Boot aus nicht zu sehen.
Nach 20 Minuten sind die ersten bereits k.o. Weil klar ist, dass vier Stunden Paddeln ohne Pause die Crew vor dem Kanal erschöpfen würden, entwirft Hase eine neue Strategie: Abwechselnd rudern drei Leute, einer ruht sich aus. Nach einer Dreiviertelstunde ist ein Fünftel der Strecke geschafft.
Rückschläge vor dem Kanal
Kurz vor dem Kanal häufen sich die Probleme. Nolans Paddel bricht, ein Teil des Bootes treibt davon, und das Boot gerät vom Kurs ab. Mit „weit ausholen, stark ziehen“ und wieder aufkommendem Wind gelingt es, das Boot zu drehen und zurück auf Kurs zu bringen. Für einen Moment läuft es „wie am Schnürchen“. Jimmy sagt, mit niemandem lieber auf einem Boot festzusitzen.
Mit dem Fortschritt wächst aber auch die Erschöpfung. Mehrere klagen über Dehydrierung, Übelkeit und schmerzende Schultern. Einer sagt, Sterne zu sehen. Zur Einordnung heißt es, man habe vorher sechs Tage lang zwölf Stunden täglich gebaut. Die Sonne brennt, man brutzle „wie Hummer“.
Im Kanal: Rudern auf der Stelle
Dann erreicht das Boot den Kanal. Laut Erzählung ist die Strömung dort so stark, dass sie das Boot innerhalb von Minuten statt Stunden seitwärts aufs offene Meer schieben würde. Es wird wellig. Wer fünf Sekunden nicht paddelt, verliert sofort Boden, und gleichzeitig darf sich das Boot nicht gegen den Wind drehen, was nach Einschätzung an Bord aber ohnehin passiert. Stundenlang zieht die Strömung das Boot nach links, dann nach rechts, und dreht es im Kreis. Irgendwann wird klar, dass die Gruppe auf der Stelle rudert.
Nach sechs Stunden ist die Crew am Ende. Jimmy ist seekrank und muss sich übergeben, Chandler schläft. Darius hat die ganze Zeit gepaddelt, Hase gesteuert und das Segel gehalten. Jimmy beschreibt sich und Chandler in dieser Phase als „nutzlos“; die Mission liegt nun in den Händen von Hase, Nolan und Darius. Noch sind es fünf Kilometer. Hase räumt ein, schon so viel verbockt zu haben, dass man erst kämpfen müsse, bevor Wind und Strömung das Boot tragen könnten. Doch ohne das ganze Team geht es nicht voran.
Nach sieben Stunden heißt es, das Boot fahre nicht so wie erwartet. Hört man auf zu paddeln, treibt es zurück, und es droht weit auf den Pazifik hinausgezogen zu werden. Es fällt das Wort „Leuchtsignal“, und jemand sagt, dazu nicht nein zu sagen. Darius erklärt, sieben Stunden ohne Pause gepaddelt zu haben und nicht mehr zu können. Besonders schmerzhaft sei, dass die Insel schon zu sehen ist: „So nah und doch so fern.“
Wende durch die Flut
In diesem Moment erinnert sich Jimmy an das Versprechen vor der Abfahrt („Weiterpaddeln!“) und an die eigenen Worte von zwei Tagen zuvor, wie schön es sei, einfach mit Freunden ein Boot zu bauen. Dann, so beschreibt es Jimmy, habe Mutter Natur das Boot „wie durch ein Wunder“ angeschoben. Die Gruppe bemerkt, dass sie ohne eigenes Zutun auf die Insel zutreibt. Die Erklärung an Bord lautet, die Flut komme und ziehe sie zum Land. Unbemerkt hat das Boot den Kanal hinter sich gelassen.
Neuer Mut kommt auf. Darius meldet viereinhalb Kilometer, und die Crew paddelt wieder gemeinsam. Nach über acht Stunden, mit Sonnenbrand, Hunger und Durst, sind es noch vier Kilometer, dann 2,7, knapp zwei und schließlich 1,6. Die Gruppe zählt die Kilometer herunter, scherzt und ruft „Land ahoi!“
Das Ende: Ebbe einen Kilometer vor dem Ziel
Doch die Gezeiten wechseln erneut. Bis zur Ebbe bleiben nur noch 20 Minuten, und Hases früherer Satz, dass bei falschem Wind und falscher Strömung nicht einmal ein Motor zur Insel bringen könne, wird wieder eingeblendet. Mit noch einem halben Kilometer vor sich beginnt das Boot nach rechts abzutreiben. Elf Stunden ist die Crew zu diesem Zeitpunkt auf dem Boot. Als laut Jimmy 95 Prozent der Strecke geschafft sind, dreht der Wind auf Seitenwind beziehungsweise Gegenwind und schiebt das Boot nach Süden. An Bord ist man sich uneinig, ob das Segel eingeholt oder hochgezogen werden soll. Die Crew zählt herunter, rudert mit letzter Kraft, einer paddelt mit der Hand. Doch die Ebbe setzt ein: Das Wasser, das sie vorher vorangeschoben hatte, zieht sie nun zurück.
Die Entfernung zur Insel beträgt jetzt wieder einen Kilometer. Jemand sagt, man hätte schwimmen können. Auf die Frage, ob es hoffnungslos sei, folgt die Antwort: „Das war es. Tut mir leid.“ Die Enttäuschung ist groß, es fallen Sätze wie „All die Arbeit, und wir schaffen es nicht“ und „Ich weine gleich“. Nach fast zwölf Stunden Paddeln und Segeln hätten nur 20 Minuten gefehlt. Es wird das Leuchtsignal gezündet.
Jimmy nennt es die schwierigste Challenge, die je auf dem Kanal gemacht wurde. Dass man so nah dran gewesen und nur wegen der Ebbe im letzten Moment gescheitert sei, mache es noch härter. Jimmy betont, nicht gern zu verlieren, entschuldigt sich bei den Zuschauern und verspricht, die nächste Challenge nicht zu verlieren. Die Gruppe verlässt das Meer schließlich per Helikopter. Die Schlusseinblendung hält das nicht erreichte Ziel fest: die Insel erreichen.
Wir sind auf dieser Insel mitten im Pazifik gestrandet. Und unser einziger Ausweg ist, ein Boot zu bauen und dann meilenweit übers Meer zu dieser anderen Insel zu segeln.
Wieso? Man sieht uns gern leiden. Los, fangen wir an! Na gut.
Wonach suchen wir? Material fürs Boot. Wart ihr mal segeln? Nein.
Wir brauchen auch ein Camp. Ich schwitze. Hier wäre gut. Ja, ist gut.
Ihr könnt die Animation nicht sehen, aber das müssen wir bauen. Das ist unmöglich! Bauen wir nichts, stecken wir fest. Du bist verrückt geworden.
Bevor wir mit dem Boot anfangen, sammeln wir Holz und bauen einen Unterschlupf, damit die Insel uns nicht tötet, bevor wir entkommen.
Warum machen wir diese Challenge? Könnten wir als Gestrandete von einer Insel entkommen? Ja, jeder junge Mann fragt sich das. Damit wir nicht noch als alte Männer hier sind …
Die Festung sieht gut aus. Wir packten die Kiste aus, in der hilfreiche Dinge waren.
Sieht nach viel Wasser aus, muss aber reichen, bis das Boot fertig ist. Ich weiß ehrlich nicht, wie lang das dauern wird, denn wir sind nur ein paar YouTuber, die einen Unterschlupf zusammenschustern.
Weiter oben. Ich habe eine Idee. Okay, na los.
Stunde 10.
Hast du den Knoten? Töte mich nicht. So, fertig, lass mich runter! Hock dich.
Ein Camp bauen ist schwer. Wie wird das dann mit dem Boot? Ja. Oh Mann. Das dürfte etwas dauern.
Stunde 11.
Siehst du? Ja, das dürfte etwas länger dauern.
Das war nur der Anfang. Wir ahnten noch nicht, wie sehr diese Challenge uns strapazieren und auf die Probe stellen würde.
Ich kriege Tunnelblick. Wir müssen paddeln!
Die Sonne ging schon unter, also machten wir vorsichtig Feuer. Oh! Lass los! Und dann planten wir.
Nolan, mal ein Boot gebaut? Nein. Chandler, und du? Nein. Ich auch nicht. Deswegen ist Hase hier. In einem anderen Video hat er eins gebaut. Und morgen fangen wir mit unserem an.
Na los, Jungs! Ja! Keine Ahnung, wie das geht, aber wir müssen es tun.
Wir haben jetzt ein Camp. Eine Art Baumfestung. Ich freue mich aufs Segeln, mit Männern, die noch nie segelten.
Da Hase als Einziger weiß, was er tut, hat er am Morgen von Tag zwei …
Tag 2.
… als Einziger am Boot gebaut.
Hase, was machst du? Ich will weg. Alle werden gerade erst wach, und du baust schon. Was machst du genau?
Das ist unser Modell. Es hat zwei Stämme, und obendrauf die Querbalken, und das hier ist unser Mast.
Wo ist das Segel? Nolan, dein Hemd. Warum meins? Nicht das ganze. Ich gebe es dir ja schon.
Mal sehen, ob es schwimmt! Es schwimmt! Hey!
Der Prototyp funktioniert, aber das Boot wird dreißig-, vierzigmal größer und soll uns alle tragen, damit wir zu der Insel kommen. Bis dahin stecken wir fest.
Legen wir los. Zuerst müssen wir Material sammeln. Wisst ihr, was gut funktioniert? Bambus. Bambus ist leicht, deswegen schwimmt er. Wir brauchen mehr davon.
Doch der Bambus wächst tief im Dschungel, und ich weiß nicht, welche Gefahren dort lauern. Hase wollte eine Notbesprechung.
Bevor wir in den Dschungel gehen … Achtet auf Folgendes. Die gewöhnliche Lanzenotter, die Greifschwanz-Lanzenotter und die Bananenspinne.
Im Ernst? Das wird schon. Sammeln wir Bambus.
Ich habe Ameisen im Hemd. Was passiert, wenn man reinpiekst? Tu das nicht. Würde ich nie tun. Alles hier versucht, uns zu töten.
Was ist das? Ein Vogel.
Hier sind Kisten, wo wir was reintun können. Können wir bestimmt gebrauchen. Ich hoffe es. Lassen wir uns Zeit für den Rückweg.
Ihr habt ja viel! Ja! Klasse! Jedes verschlossene Gefäß ist Gold wert.
Große Schiffe kommen hier vorbei und kippen Müll ins Meer, der auf der Insel landet. Und den können wir gebrauchen. Damit bauen wir. Wir machen den Strand sauber und entkommen!
Da könnte mehr Treibgut sein. Durchsuchen wir die Insel. Das Zeug muss perfekt sein.
Ist das etwa … Noch so ein blauer Container, aber er ist ganz kaputt. Mist. Jimmy! Guck mal.
Mal gucken, ob der schwimmt. Schwimmt er? Er schwimmt. Großartig.
Ein Container! Und er sieht intakt aus. Unglaublich. Ich bekomme einen Hitzschlag, aber das war es wert.
Jetzt haben wir genug Material, um mit dem Bau zu beginnen. Doch bei der Hitze haben wir heute keine Kraft mehr dafür.
Wir haben nicht viel geschafft heute. Klar, dass der mit dem Fisch auf dem Kopf das sagt. Das nimmst du zurück. Das geht nicht.
Segelboot auf drei. Eins, zwei, drei! Segelboot!
Tag zwei, alle sind im Eimer. Jimmy, bist du heute zufrieden? So dauert das einen Monat.
Ruht euch aus. Morgen müssen wir ein Boot bauen. Gute Nacht.
Oh mein Gott. Nolan hatte gerade eine Spinne im Bett. Oh nein! Das ist ja eine dicke. Das ist die böse. Sie kommt auf mich zu!
Was nun? Oh mein Gott! Schmeißt sie raus! Du hast einfach draufgehauen! Unter Kontrolle. Schlaf weiter und hör auf mit der Show.
Wie soll ich schlafen? Gute Nacht. Sie jagt noch irgendwo.
Am nächsten Morgen wollten wir nicht wieder schmelzen, also verlegten wir unsere Werkstatt weiter in den Schatten.
Es wird auf der Insel unbeschreiblich heiß. Wir müssen in den Schatten, damit wir länger bauen können.
Auf dem Weg zum neuen Platz … Goldmine! … fand Chandler noch ein Fass, das unser Segelboot zum Schwimmen bringt.
Die Jungs sind kaputt, aber wir haben genug Bambus und Holz, um ein gutes Boot zu bauen. Bauen wir es. Bauen wir das Boot. Und weg hier. So schnell wie möglich.
Sieht nicht so toll aus, aber dieser Haufen Holz und Schrott wird zu einem Boot. Fehlt nur viel Arbeit.
Ich bin schlapp. Darius, du baust jetzt. Ich filme dich. Chandler will filmen. Ich filme dich.
Chandler? Ich mache Pause. Unser Kameramann muss ran? Hilf ihnen mal. Oh Mann. Darius, du musst helfen. Okay. Ich hoffe, du kannst Boote bauen. Wir nicht.
Mit Darius im Bootsdienst und Chandler hinter der Kamera kamen wir endlich voran. Doch wenn nur ein Knoten lose ist und uns eine Welle trifft …
Tag 3.
… versinken wir im Meer.
Jetzt bauen wir unser Poopdeck. Heißt das nicht so? Keine Ahnung. Warum heißt das so? Weil man da pupst. Niemand darf pupsen, wenn wir segeln.
Dieser Bambus ist unser Schiffsdeck. Langsam sieht es nach einem Segelboot aus. Langsam wird es.
Wow, Mann. Juhu! Auf geht's!
Wir können jetzt binden, optimieren, das Segel bauen oder abendessen.
Abendessen. Abendessen.
Haben wir schon einen Namen? Chandler, wie heißt das Boot?
Dann eben so. Klar.
Am nächsten Morgen machte sich Hase Gedanken über die Strömungen.
Kommen Flut oder Ebbe, zieht es das Wasser von der Küste weg. Wenn wir die Flut abpassen, dann reißt sie uns raus aufs Meer. Aber bei falschem Wind und falscher Strömung kann nicht mal ein Motor uns zu dieser Insel bringen.
Und alle verlassen sich auf mich. Wenn ich das schaffe und wir tatsächlich erreichen, was wir vorhaben, mit Jungs, die noch nie gesegelt sind, würde ich mich ewig dafür feiern.
Wie fühlt ihr euch? Müde. Mein Körper tut weh. Ich habe überall Sand. Das nervt. Ich schlief gut. Halt die Klappe.
Unser heutiges Ziel ist klar. Das Deck festbinden, Material für Ruder sammeln …
Dann machen wir das Segel? Nein. Dann testen wir, ob es auch schwimmt. Wenn es schwimmt, machen wir das Segel. Sonst schwimme ich.
Als Chandler und ich Material suchten, fiel mir auf … Das Video zeigt bisher nur, wie wir im Müll nach Bootsteilen suchen. Doch der Müll war unsere einzige Hoffnung. Uns fehlte noch das vierte Fass.
Das wird schief. An der Seite wird es schräg. Ein viertes Fass. Ja. Uns bleibt nichts anderes übrig, als rumzulaufen, bis wir es finden.
Eines muss ich euch sagen, es ist 38 Grad heiß, und ich schwitze. Die Insel ist ungemütlich.
Tag 4.
Wie läuft es? Alles gefunden? Er wirkt nicht fröhlich.
Wir müssen unsere Stärken nutzen. Ein falscher Knoten, und das Ganze ist instabil. Ich kenne mich am besten mit Knoten aus, also mache und überprüfe ich sie.
Wir brauchen das Fass. Wir suchen schon seit zwei Stunden. Eine Zumutung.
Siehst du was? Ich fasse es nicht! Bingo!
Tag 4.
Wie krass ist das denn? Dann los. Ja, Mann. Jetzt muss es zurück über die ganzen Steine.
Ich falle in Ohnmacht. Ich kann das Ding nicht tragen. Dann falle ich in Ohnmacht. Ich hätte Wasser mitnehmen sollen.
Wir fanden dieses Metallding. Jetzt machen wir ein Feuer und schmelzen Plastikstücke, um Ruder daraus zu formen. Sammeln wir noch mehr Feuerholz. Mal gucken, was passiert.
Ohne Wasser! Ich kriege ganz kribbelige Finger und einen Tunnelblick.
Oh mein Gott, es ist so heiß. Darius! Darius! Darius! Darius!
Ich werde nie wieder etwas suchen oder schleppen nach dieser Sache.
Hase! Hase! Ein wunderschöner Anblick. Darius kommt mit einem blauen Fass.
Nolan braucht Hilfe. Sieht nicht gut aus. Alles klar, Kumpel. Setz dich. Er kippt gleich um. Ich brauche Wasser! Trink! Tank auf!
Er hat ein Fass und ein Ruder mitgebracht. Das war es wert. Vielleicht schaffen wir es. Nolan?
Da wurde uns klar, dass wir alle zusammenarbeiten mussten. Unser Wasser war zur Hälfte aufgebraucht. Wir konnten nicht noch viel länger bleiben. Und jetzt, wo wir das vierte Fass hatten, mussten wir ranklotzen.
Alle Fässer sind durch Hölzer gesichert. Damit können wir uns treiben lassen. Und die bleiben, wo sie sind. Hoffentlich. Und wenn nicht, dann versinken wir. Dann fangen wir von vorne an.
Jetzt kommen die Querbalken an die Reihe. So binden wir alle 17 Balken fest. Und das machen wir auf beiden Seiten.
Kaputt. Von dem Seil hängt ab, ob das hier hält, bei unserer Reise übers Meer.
Wir stehen vor einer wichtigen Entscheidung mit zwei Optionen: Weiterbauen, hoffen, dass es funktioniert. Fällt es auseinander, haben wir Pech. Oder wir machen Pause, bringen das ins Wasser und gucken erst mal, ob es schwimmt.
Testen wir es! Gehen wir schwimmen. Okay.
All die Zeit auf der Insel führt uns zu diesem Moment hier! Kommt schon! Wir zählen auf diese Knoten. Darauf segeln wir zu dieser Insel.
Kaputt. Ich bin kein Schiffsbauer. Ich kenne mich etwas aus.
Es schwimmt! Juhu! Es schwimmt schon! Ja! Das Boot schwimmt wirklich! Ja! Ja! Floßtest bestanden. Ist das irre!
Jetzt stellt euch das mit Boden und Segel vor und mit mehreren Rudern. Wir werden das rocken. Wir segeln zur Insel! Zum ersten Mal halte ich es für möglich.
Im Kanal drehen wir so viele Videos mit riesigen Sets, hunderten von Kandidaten und gigantischen Preisen wie eine Million Dollar. Ganz ehrlich, manchmal ist es schön, nur mit deinen Freunden auf einer Insel ein Boot zu bauen.
Es ist heiß, und es gibt Tiere. Das ist ein hartes Video. Es ist nicht leicht. Aber es macht Spaß, mit den Jungs rumzuhängen. Früher machten wir das öfter. Jetzt nicht mehr so, aber es ist mal wieder lustig.
Wir könnten morgen Abend das Boot fertig haben. Und übermorgen, wenn die Strömung stimmt, könnten wir lossegeln.
Doch wie ihr seht, fehlt uns noch ein eher wichtiges Detail bei der Sache. Jetzt ist es ein Floß, kein Segelboot. Wir brauchen noch etwas, das den Wind einfängt und uns übers Meer bringt. Daher …
Tag 5.
Heute das Segel. Wir müssen weg. Das Wasser geht uns aus. Nolan sieht schlimm aus. Ich mache mir Sorgen.
Ich wurde über 60 Mal gestochen, allein auf meinen Armen und Händen. Wenn wir nicht morgen fahren, weiß ich nicht, ob ich noch länger bleibe.
Ich tue alles dafür. Wir fahren morgen.
Das war es. Das Plastik schmolz nicht. Zwar hat das Wasser gekocht, also sollte nicht das Plastik schmelzen? So koche ich Nudeln. Dafür guckt ihr Mark Rober, nicht uns. Idioten auf einer Insel.
Weißt du, was ein Skeg ist? Er stabilisiert den Kurs des Bootes, auch wenn es das nicht will.
Mein neuer Plan. Wie wäre es … Siehst du? Dreh es mal zur Seite. Wir haben ein Ruder.
Tag 4.
Okay, dann binden wir es dran. Ihr seht schon. Nur ein Prototyp. Testen wir ihn. Das Paddel sieht eher wie eine Flagge aus. Wir binden es enger dran. Wir werden vier davon bauen, dann können wir rudern.
Mir tun schon die Schultern weh. Wir müssen stundenlang rudern.
Ich brauche superdünnen, harten Bambus. Das ist unser Segel. Krebsscherensegel. Wie im alten Polynesien. Okay.
Nachdem Hase das Segel an den Mast gebunden hatte, musste er ein Loch bohren. Geht das schief, ist das Segel hin.
Ja. Das wird interessant. So übernahm jeder eine Aufgabe, und wir wurden eine Art gut geölte Strandmaschine.
Gib mir das Hemd. Danke. Ich arbeite am Skeg. Ich hoffe, das Segel funktioniert. Das Ruder ist fast fertig. Das Seil steckt fest. Ob das klappt?
Von dieser letzten Runde hing es ab, ob wir eine Chance hatten, morgen zu der Insel zu kommen. Denn der Neumond macht die Gezeiten extrem. Wenn wir bei Ende der Flut in See stechen, werden wir in Richtung der Insel gezogen. Perfektes Timing. Wenn wir fertig werden, könnten wir morgen abfahren.
Bis zum Aufbruch blieben zwölf Stunden. Nun war es Zeit, das Segel zu montieren.
Ist das etwa … Ja! Guck, wir kriegen Wind! Die Ruder sind fertig. Gar nicht übel. Sie sind fertig.
Der Wind schiebt uns an. Aber wenn uns die Richtung nicht gefällt, ziehen wir am Seil.
TAG 5
Das Segel ist weg. Gute Arbeit. Es wird gleich dunkel. Wir haben nur noch anderthalb Stunden mit Licht.
Wir arbeiteten bis spät in die Nacht und strengten uns an, bis zur völligen Erschöpfung.
Fast Mitternacht, berichten wir mal. Woran arbeitest du? Ich weiß gar nicht. Wie heißt das? Unsere Gehirne funktionieren nicht mehr. Baue ich ein Ruder? Sonst schlafen wir jetzt. Vielleicht ein Ruder. Ich benutze die Säge.
Das war es. Und das war es. Wir hatten alles uns Mögliche getan, um endlich diese Insel zu verlassen.
Die ganze Nacht dachte ich daran, diese Insel zu verlassen, nach Hause zu kommen und meine Familie zu sehen. Doch der einzige Weg zurück führt auf diesem improvisierten Segelboot über ein Meer der unendlichen Gefahr.
Heute liegt unser aller Leben in den Händen von Mutter Natur. Noch vor heute Abend sind wir auf dieser Insel. Und das Einzige, was uns vor ihrer Macht bewahrt, sind wir und dieses Segelboot.
Auf geht's! Schaut, das Meer! Endlich ist es so weit. Unfassbar. Nach einer Woche der Plackerei haben wir das hier zustande gebracht. Es ist Zeit.
Bevor wir in See stechen und an der Insel landen oder mitten im Pazifik, so wie die Titanic, oder … Die war auf dem Atlantik. Spielverderber.
Ich erzähle euch was über Typeless. Eine Smart-Tastatur, die eure Sprache in jeder App in perfekten Text verwandelt. Und da wir vielleicht im Meer ertrinken … sollten wir Tareq schreiben.
Tareq, wir segeln gleich zur Insel. Falls wir sterben, ich hasse dich. Ja.
Dann kann Typeless die Nachricht übersetzen. Es löscht alle Füllwörter und ordnet deinen Satz neu. Ich sage viele Füllwörter. Stimmt. Hier ist Chandler. Wo steckst du?
Alle Ähms und so weiter sind weg. Wow, stimmt. Und mit Zeichensetzung!
Tareq, ich schreibe dir über Typeless, erhältlich für iOS und Android sowie Mac und Windows. Entfernt Füllwörter, ordnet Sätze neu und macht das Tippen viermal schneller. Scannt den QR-Code und tippt nie wieder, dank Typeless.
Okay, verschwinden wir von dieser Insel! Ja! Ja!
Wenn ihr k. o. seid, was tut ihr dann? Und noch mehr? Weiterpaddeln! Und wenn ihr nicht mehr wollt? Weiterpaddeln! Paddeln auf drei! Eins, zwei, drei. Paddeln! Ich habe kein Paddel.
Der Moment der Wahrheit. Oh mein Gott! Wir stecken zu tief drin. Die Strömung ist toll. Es zieht mich raus!
An die Paddel, Jungs! Paddelt wie noch nie zuvor! Paddeln! Los, wir überwinden das! Rechts, paddelt mehr. Mein Gott. Nolan, wie ist es? Weiterpaddeln! Hau ruck!
Das wird der längste Tag meines Lebens. Wir erreichen diese Insel oder sterben! Die Strömung hilft uns. Findet den Rhythmus.
Die Strömung will uns aufs Meer ziehen. Das hilft uns. Aber das wird nicht lang so bleiben. Denn in ein paar Stunden erreichen wir diesen Kanal, dessen Strömung uns seitlich aufs offene Meer ziehen will. Deswegen müssen wir jetzt reinhauen, um so nah wie möglich an diese Insel ranzukommen.
Öffne das Segel. Pass auf! Mal sehen, ob wir Wind kriegen und zur Insel segeln! Seht ihr? Jetzt nehmen wir Fahrt auf. Bestimmt eine Seemeile pro Stunde. Also schaffen wir es. Es fühlt sich nicht so an, aber wir kommen vorwärts.
So weit sind wir jetzt von der Insel weg, und die andere könnt ihr noch nicht sehen. Das liegt daran, dass es noch acht Kilometer sind. Wir haben keine Ahnung, wie lange es dauern wird.
Schon 20 Minuten, wie geht es euch? Ich bin schon k. o. Schlecht! Ihr müsst immer weiterpaddeln.
Doch es war klar, wenn wir vier Stunden lang ohne Pause paddelten … Meine Arme tun schon weh! Ich beneide euch nicht. … wären wir erschöpft, bevor wir den Kanal erreichen.
Wir steuern gegen den Wind, das ist nicht gut. Hase, der Kapitän … Rechte Seite, weiterpaddeln! Ja. Weiter. Mein Rücken tut weh. Ich paddle wie im Schlaf. … entwarf eine neue Strategie.
Unsere Ruderstrategie ist nicht gut. Wir wechseln uns ab. Mit Pause. Drei Männer rechts. Nolan, komm rüber. Wir rudern abwechselnd, und einer ruht sich aus.
Ich habe gerade Pause. Meine Schulter tut weh. Jimmy, tauschen wir? Ich springe jetzt vorne ein. Weiter, Jungs. Jetzt cruisen wir. Paddeln oder sterben.
Wir rudern seit einer Dreiviertelstunde und haben ein Fünftel geschafft. Doch dann, als wir uns dem Kanal näherten, ging alles den Bach runter.
Oh nein. Nolans Paddel ist kaputt. Das ist schlimm. Schon klar. Ich stopfe es da rein. Das hilft nicht. Ich paddle weiter.
Als wäre das nicht genug … Oh nein! Da treibt ein Teil vom Boot. Wir haben Hase verloren. Ich paddle weiter. Sorry. Ein Rückschlag.
Und wir fuhren auch noch in die falsche Richtung. Wir kommen vom Kurs ab. Dann müssen alle paddeln. Und los. Weit ausholen, stark ziehen.
Und jetzt kommt Wind auf. Ich gebe alles für sie. Je fester, desto mehr drehen wir. Das ist gut. Wir drehen das Ding. Gut, wir sind wieder auf Kurs. Das ist die richtige Richtung. Wir segeln!
Der Anfang war hart, aber wir werden besser. Mit niemandem würde ich lieber auf einem Boot festsitzen. Genau.
Wir sind weit weg von der Ursprungsinsel. Ich sehe den Strand nicht mehr. Jetzt läuft es wie am Schnürchen. Ist nur viel Arbeit.
Das war untertrieben, denn mit dem Fortschritt kam noch mehr Ermüdung.
Ich bin dehydriert. Wie geht es? Du siehst nicht gut aus. Mir ist schlecht. Wie weit sind wir weg?
Wir rudern jetzt seit Stunden. Mindestens. Vorher haben wir gebaut, sechs Tage lang, 12 Stunden am Tag, wir sind k. o. Meine Schulter ist kaputt. Chandler, übernimmst du? Ich sehe Sterne. Mir tut alles weh. Mehr Beef Stick.
Die Sonne knallt. Wir brutzeln wie Hummer in der Sonne. Das ist eine Qual. Ich weiß nicht, ob wir es schaffen.
Aber die Strömung, die in dem Kanal auf uns zukommt, ist so stark, dass sie uns seitwärts aufs tödliche, offene Meer schieben wird. Nicht mehr in Stunden, sondern eher in Minuten.
Jetzt wird es wellig. Das ist der Kanal. Wir sind auf dem offenen Meer. Es will uns mitreißen.
Darius, hör auf. Paddle nicht mehr. Wenn ich fünf Sekunden nicht paddle, kommt das auf uns zu. Aber wir dürfen uns nicht gegen den Wind drehen. Das passiert sowieso. So, Leute. Na los.
Wir müssen durch diesen Kanal. Starke Strömung, starker Wind. Mit eurer Kraft driften wir nicht ab, sodass wir rüberkommen.
Ich mache weiter. Ich fürchte, wir werden langsamer. Wir werden langsamer. Das ist der zweite Wind. Na los, paddeln!
Ich paddle so hart ich kann. Schön. Zieht! Wir sind fertig, aber geben nicht auf. Ich muss brechen. Aufgeben geht nicht. Dafür arbeiteten wir zu hart. Wir schaffen das. Kein Zweifel.
Meine Arme sind wie Nudeln. Wie immer. Ich komme gleich nach vorne. Ich drehe das Schiff um. Na komm!
Stundenlang zerrte uns die Strömung unerbittlich nach links … Alle zusammen! … dann nach rechts … Wir müssen zurück auf Kurs. … und wirbelte uns im Kreis. Mir wird schwindelig. Na los! Zusammen! Gleichzeitig!
Uns wurde klar, dass wir nicht mehr vorankamen. Wir rudern auf der Stelle. Wir sind gestrandet. Hier, mitten auf dem offenen Meer, verloren wir allmählich die Hoffnung.
Ob wohl Haie unter uns sind? Auf jeden Fall.
Wir waren zu weit, um umzukehren, und zu verzweifelt, um weiterzumachen.
Jimmy muss sich übergeben. Und Chandler schläft. Wir rudern jetzt seit sechs Stunden. Darius hat die ganze Zeit gepaddelt. Hase hat gesteuert, das Segel gehalten. Jimmy ist seekrank, und unsere Körper sind durch. Ich kann nicht mehr.
Da Chandler und ich nun nutzlos waren, lag die Mission nun in den Händen von Hase, Nolan und Darius.
Darius, du bist unglaublich. Danke. Noch fünf Kilometer. Bei der richtigen Windrichtung helfen uns der Wind und die Strömung. Wir haben schon so viel verbockt, dass wir jetzt erst kämpfen müssen, um uns tragen zu lassen.
Trotz all ihrer Bemühungen ging es einfach nicht voran, wenn nicht das ganze Team dabei half. Wir kommen nicht voran.
Ich zittere echt. Wir segeln seit sieben Stunden. Das Ding fährt nicht so, wie wir erwartet haben. Ich dachte, es wird. Dachte ich auch, vorhin lief es so gut. Wenn wir aufhören zu paddeln, treiben wir zurück. Jetzt werden wir weit auf den Pazifik gezogen.
Zeit für das Leuchtsignal. Da sage ich nicht nein. Ich kann nicht mehr. Ich paddle ohne Pause seit sieben Stunden auf dem Meer. Ich kann nicht mehr. Was wehtut, ist, dass die Insel da ist. So nah und doch so fern.
Bevor wir aufbrachen, hatten wir etwas versprochen. Und wenn ihr nicht mehr paddeln wollt? Weiterpaddeln!
Als ich leblos auf dem Segelboot lag, dachte ich an meine Worte von vor zwei Tagen. Manchmal ist es schön, nur mit deinen Freunden zu stranden und ein Boot zu bauen. Diese Woche machte mir Spaß.
Und gerade, als mir neue Hoffnung kam, hat Mutter Natur uns wie durch ein Wunder angeschoben.
Habt ihr das bemerkt? Wir treiben auf die Insel zu, ohne etwas zu tun. Ja, weil die Flut kommt. Sie zieht uns aufs Land zu.
Und inzwischen waren wir, ohne es zu merken, dem Kanal entkommen.
Darius, kommen wir näher? Viereinhalb Kilometer. Versuchen wir es noch mal? Es lohnt sich. Ich gebe alles. Ich sage, ich gebe auf, aber vorher gebe ich niemals auf.
Paddeln auf drei! Eins, zwei, drei. Paddeln! Es ist machbar. Wir rudern seit über acht Stunden. Wir haben Sonnenbrand und Hunger und Durst, aber wir geben nicht auf.
Noch vier Kilometer. Wir schaffen es. Meint jemand, es klappt nicht? 2,7. Noch knapp zwei Kilometer, nach unserer Schätzung. Freut dich, dass wir fast da sind? Ja!
Weißt du noch, als es vier waren? Ja. Nur noch 1,6. Guck mal, wie nah die Insel jetzt ist. Weißt du, was nach 1,4 kommt? 1,3. Und nach 1,4? 1,3. Und was kommt nach 1,2? 1,1. Schon fast da! Ich freue mich so! Land ahoi!
Man soll sich nicht zu früh freuen. Denn die Gezeiten änderten sich schon wieder.
Noch 20 Minuten, bevor die Ebbe kommt. Kaum noch Zeit. Bei falschem Wind und falscher Strömung kann nicht mal ein Motor uns zu dieser Insel bringen. Das ist es. Und nun der Endspurt.
Fast da, aber jetzt wird es hart. Es fehlt noch ein halber Kilometer. Reißt uns die Strömung mit, können wir das Video vergessen. Wir treiben ab nach rechts. Wir fahren vorbei! Ist das lustig? Spart eure Kraft. Das ist jetzt die letzte Viertelstunde. Power!
11 Stunden auf diesem Boot. Aufgeben geht jetzt nicht! Wir können die Insel sehen und können sie erreichen. Alle zusammen. Teamwork. Noch zehn Minuten! Ich werde mich übergeben.
Als wir 95 % der Strecke geschafft hatten und kaum noch was übrig war, ging plötzlich alles schief.
Der Wind hat sich gedreht. Wir haben Seitenwind. Segel einholen? Es zieht uns nach Süden. Ohne besiegen wir den Wind nicht. Merkst du nicht, wo der Wind herkommt? Er weht uns entgegen. Das Segel sollte hoch. Keine gute Idee. Wir treiben ab.
Fünf. Wir müssen rudern. Rechte Seite. Vier. Warum ist das Meer so kompliziert? Drei. Mit aller Kraft. Zwei. Wir müssen paddeln. Ich paddle mit der Hand.
Jetzt rudert so hart, wie ihr könnt! Zieht! Ich paddle hart. Rudern! Rudern! Rudern!
Ich befürchte, dass wir keine Fortschritte mehr machen. Die Ebbe ist da und zieht uns zurück.
Das Wasser, das uns vorgeschoben hatte, schob uns jetzt wieder zurück. Wir konnten nichts mehr tun.
So nah dran. Weiter weg? Ein Kilometer. Wir hätten schwimmen können. Ist es hoffnungslos?
Das war es. Tut mir leid. Ich glaube es nicht! Wir waren so nah an der Insel! Und jetzt treiben wir weiter weg! Zu sehen, wie unsere Träume uns einfach so entwischen …
Ich weine gleich. All die Arbeit, und wir schaffen es nicht. Echt hart, Mann. Wir waren fast da.
Nach fast 12 Stunden des Paddelns und Segelns auf unserem gebastelten Boot … Es fehlten nur 20 Minuten, dann wären wir auf der Insel. So knapp. Tut mir leid. Wir hätten mehr geben können.
Das Leuchtsignal. Die hasse ich.
Das ist die schwierigste Challenge, die ich im Channel je gemacht habe. Dass wir so nah dran waren und gescheitert sind, nur weil im letzten Moment die Ebbe kam, macht es noch härter.
Was soll ich sagen? Ich verliere nicht gern. Das mag ich nicht. Ich will euch nicht enttäuschen. Tut mir leid.
Ihr habt mein Wort. Unsere nächste Challenge verliere ich nicht. Ich nehme den Helikopter und sehe euch später.
ZIELE: DIE INSEL ERREICHEN
Übersetzung: Helena Küster
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