Sieben Tage in der Arktis: Schneehöhle, Erfrierungen und die lange Suche nach einem Fisch

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Überblick

Jimmy und seine Freunde sollen sieben Tage in der Arktis überleben, nur mit dem, was sie auf dem Rücken tragen. Für Jimmy geht es dabei auch um Wiedergutmachung: Das letzte Survival-Video hat die Gruppe nach eigener Aussage „verbockt“, nun will Jimmy mit den Freunden „unseren Ruf retten“. Das Video begleitet die Gruppe Tag für Tag, vom Bau einer Schneehöhle über Erfrierungen und gescheiterte Angelversuche bis zur Abreise. Unterwegs stellt sich immer wieder die Frage, ob sie durchhalten oder aufgeben.

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Die Ausgangslage: kein Zelt, ein Flugzeug und eine Leuchtpistole

Niemand aus der Gruppe hat ein Zelt dabei. Stattdessen zeigt Jimmy auf den Schnee und erklärt ihn zum „Zuhause“. Zur Gruppe gehören unter anderem Chandler, Nolan, Tareq und Hase, der offenbar die meiste Erfahrung im Gelände mitbringt. Dazu kommt Kameramann Darius. Insgesamt sind sie zu sechst.

Eine Regel begleitet die gesamte Woche. Jeden Tag fliegt ein Flugzeug über das Lager. Wer die Leuchtpistole abfeuert, darf nach Hause, muss sich dafür aber den Kopf rasieren. Diese Ausstiegsmöglichkeit wird an mehreren Tagen angeboten. Auch an schlechten Tagen nimmt sie niemand an, obwohl mehrere Teilnehmer offen zugeben, dass sie versucht sind.

Tag 1: Wettlauf gegen die Dunkelheit

Für den ersten Tag gibt es zwei Ziele: eine Höhle bauen und Feuer machen. Der Zeitdruck ist groß. Laut der Gruppe wird es nach Sonnenuntergang so kalt, dass man nach zehn Minuten im Wind Erfrierungen erleidet. Für die Nacht erwarten sie minus fünfzehn Grad. Ohne Unterschlupf, so die Warnung, „könnten wir Finger verlieren“. Die Schneehöhle soll vor dem Wind schützen und helfen, die Körperwärme zu teilen. Beim Graben merken sie, dass der Schnee umso härter wird, je tiefer sie kommen. Gleichzeitig fehlen Schaufeln, und es kommt zu kleinen Reibereien darüber, wer gräbt.

Hase sucht währenddessen Feuerholz und findet vertrocknetes Holz, das sich tatsächlich verwenden lässt. Die Höhle bleibt trotzdem zu klein. Bei einer ersten Probe passen nur zwei oder drei Personen hinein, und das nur mit angezogenen Beinen. Jemand stellt fest: „Ich bin gar nicht drin.“ Mit nur noch zwei Stunden Licht setzt Jimmy die Priorität fest: „Niemand stirbt in diesem Video.“

Am Abend brennt das Feuer. Die Gruppe taut Handschuhe auf und schmilzt Schnee zu Trinkwasser. Die Überraschung folgt beim ersten Schluck: Das Wasser ist nicht heiß, weil der nachrutschende Schnee es kühlt. Kurz darauf fängt eine Jacke Feuer, dann eine Hose. Erst nach Mitternacht ist die Höhle halbwegs nutzbar, und auch dann passen Hase und Darius nicht hinein. Einer von beiden kündigt an, draußen zu schlafen.

Tag 2: Die schlechteste Nacht und erste Zweifel

Die Nacht beschreibt die Gruppe als die schlechteste, die sie je erlebt hat. Sie lagen „wie Sardinen“ in der unbequemen Höhle. Am Morgen liegt Frost auf dem Gepäck und auf den Kameras. Darius hat keine Handschuhe, die Kamera ist zu kalt zum Festhalten, und ein Teilnehmer spürt seine Zehen nicht.

Dann kommt das Flugzeug zum ersten Mal. Wer jetzt schießt, darf nach der Rasur gehen. Obwohl alle betonen, wie hart die Nacht war, meldet sich niemand. Fürs Erste behalten alle ihre Haare.

Für den restlichen Tag gilt: Die Höhle muss so groß werden, dass alle sechs nebeneinander schlafen können. Darius wird aufgefordert, beim Graben zu helfen, statt zu filmen, und antwortet, er mache nur seine Arbeit. Stundenlang wird weitergegraben. Dabei fällt auf, dass das Klozelt fehlt. Es stand auf der Packliste, aber niemand hatte Platz dafür. Damit beginnt die Suche nach einer Toilettenzone abseits des Lagers, denn Exkremente nahe am Camp würden laut der Gruppe Bären anlocken. Ein Teilnehmer erzählt, dass er ständig Tierspuren sieht, aber nie das Tier dazu, und das Gefühl hat, beobachtet zu werden.

Die Stimmung ist bereits angeschlagen. Jemand gesteht, dass seine Gedanken gerade „düster“ sind und er oft daran denkt, die Leuchtrakete abzufeuern. Es sei erst Tag zwei, fühle sich aber an wie Tag sechs oder sieben einer typischen Challenge. Jimmy sagt, er wisse nicht, ob es alle schaffen, sei aber stolz auf die Arbeit der Jungs.

Am Abend bespricht Jimmy das nächste Problem: Der Proviant reicht nur für drei bis vier Tage. Eine Einblendung reduziert das später auf „2 Tage“. Ohne Angeln und Jagen, so Jimmy, überleben sie nicht. Ein Teilnehmer meldet außerdem Erfrierungen an der lila angelaufenen Nase.

Tag 3: Erfrierungen, Neuschnee und ein Feuer aus Federn

In der Nacht fällt die Temperatur so stark, dass auch die Höhle nicht mehr vor Erfrierungen schützt. Am Morgen sind Chandlers Zehen taub, weiß und farblos. Die Einschätzung vor Ort lautet: Erfrierungssymptome, vermutlich ersten Grades. Die Zehen sollen schnell aufgewärmt werden, unter anderem unter den Achseln eines anderen Teilnehmers.

Ausgerechnet an diesem Tag kann das Flugzeug nicht kommen, weil es laut Pilot zu stark schneit. Die Gruppe stellt trocken fest, dass der schlimmste Tag auch der ist, an dem niemand fliehen kann. Das größte Verletzungsrisiko bestehe dann, wenn kein Flugzeug landen kann.

Der Neuschnee hat das Lager zugedeckt („Das war mal unser Camp“), und alles Holz ist nass. Hase löst das Problem mit Federn als Zunder. Nach mehreren Versuchen brennt das Feuer. Jemand merkt an, dass die Gruppe zu sehr auf Wärme fixiert sei und sich eigentlich um Nahrung kümmern müsse.

Der erste Angelversuch: Das Eis ist zu dick

In der Nähe liegt ein zugefrorener See, und die Gruppe hat einen Eisbohrer dabei. Chandlers Zehen bekommen langsam wieder Farbe, also bleibt Nolan als „Arzt“ im Camp, während Jimmy, Hase, Tareq und Darius zum See gehen. Auf dem Eis suchen sie eine dunkle Stelle, weil das Eis dort dünner sein soll. Der Wind ist so stark, dass zeitweise niemand etwas sieht. Ein Teilnehmer beklagt sich über seine Augen.

Beim Bohren schätzt die Gruppe die Tiefe auf 70 bis 90 Zentimeter, „etwa ein halber Tareq“. Bald steckt ein ganzer Arm im Loch, und kein Wasser ist zu sehen. Dann ist Schluss, weil der Bohrer zu kurz ist. Weil die Kleidung inzwischen durchnässt ist und Unterkühlung droht, müssen sie umkehren. Jimmy sagt, dass ihn der Rückweg mit leeren Händen nachdenklich macht, und erinnert an das gescheiterte letzte Video: Diesmal will er die Challenge nicht verbocken.

Im Camp hat sich die Lage ebenfalls verschlechtert. Die Küche liegt unter Schnee, die Kochausrüstung ist teilweise verschwunden. Die Stimmung sei „im Keller“, alles sei feucht, und die kommende Nacht soll richtig kalt werden. Ein Teilnehmer warnt: Wenn das Wasser am Körper gefriert, stirbt man.

Matratzen aus Zweigen

Als Gegenmaßnahme schlägt jemand vor, Zweige zu sammeln und daraus Matratzen zu bauen, denn die meiste Kälte in der Nacht komme über den Boden. Als Hase mit den Ästen ankommt, ist das für die Gruppe „wie eine Bescherung“. Jemand sagt zu Hase: „Du rettest uns das Leben.“ Zum ersten Mal ist allen warm, und ein Teilnehmer kündigt an, endlich gut zu schlafen.

Tag 4: Drohne, Skier und der Marsch zum Fluss

Der Morgen beginnt sonnig, und kurz glauben alle, dass sich nun alles zum Guten wendet. Dann zeigt Hase auf eine dunkle Wolkenwand: Ein Schneesturm zieht auf. Gleichzeitig gehen die Vorräte zur Neige.

Um eine bessere Angelstelle zu finden, nutzt die Gruppe die Drohne von Darius. Gesucht wird Eis über fließendem Wasser, weil fließendes Wasser dünneres Eis bedeute. Die Drohne findet einen großen Fluss, und ein großer Fluss heiße auch mehr Fische. Der Weg ist allerdings weit: über den See, durch den Wald, zum Fluss.

Für den See gibt es Langlaufskier als „Geheimwaffe“. Jimmy und Darius können nicht Ski fahren und kommen nur mühsam voran („Ich hasse das!“). Andere erklären ihnen den Rhythmus „Stoßen, stoßen, gleiten“. Im Wald wechselt die Gruppe auf Schneeschuhe, um nicht einzusinken. Unterwegs entdecken sie riesige Elchspuren und wählen bewusst eine andere Richtung.

Während die Angelgruppe unterwegs ist, bauen Chandler und Nolan die Höhle aus. Jimmy hatte gesagt, sie müsse größer werden. Die beiden experimentieren mit einer eigenen Technik, große Schneeklötze aus der Decke zu lösen, und werden gebeten, die Decke dabei bitte heil zu lassen.

Am Fluss beginnt das Bohren erneut. Die ganze Reise beruhte auf der Annahme, dass das Eis hier dünner ist, und schon bald kommt die Frage auf, ob das ein Fehler war. Ein Teilnehmer spricht sich selbst Mut zu und zählt auf, wie viel die Jungs essen werden. Ein anderer befürchtet, dass sie Kraft, Zeit und Kalorien verschwenden.

Dann taucht das Flugzeug auf. Im Camp ist die Versuchung groß: Man sei so fleißig gewesen und könne einfach schießen, um dem Leid ein Ende zu setzen. Halb im Scherz malen sich die Zurückgebliebenen aus, wie Jimmy zurückkommt und nur ihre Haare auf dem Boden findet. Jimmy wiederum stellt am Fluss fest, dass das Camp so weit weg ist, dass er ein Leuchtsignal gar nicht sehen würde. Am Ende schießt niemand.

Am Fluss wiederholt sich derweil der Vortag. Das Loch ist armtief, und noch immer ist kein Wasser zu sehen. Bei einem Sturz ist Schnee in einen Schuh geraten. Die Socken sind nass, die Zehen rot und dann leicht lila. Der Fuß wird zum Aufwärmen unter Darius' Arm gesteckt. Nach drei Stunden in der Kälte entscheidet Jimmy, dass sie gehen müssen, weil sonst jemandem etwas passieren könnte. „Wir sollten uns wohl eingestehen, dass wir wieder versagt haben“, heißt es, und der Himmel sieht erneut nach Schneesturm aus.

Zurück im Camp lautet die Bilanz: vier Stunden gebohrt, 1,80 Meter tief, dann Sonnenuntergang, kein Fisch. Ein Teilnehmer sagt frustriert, er hätte doch das Signal abfeuern sollen. Tag vier, kein Essen. Trost spendet nur die vergrößerte Höhle, in der nun alle gleich viel Platz haben und sich nachts nicht mehr gegenseitig wecken.

Tag 5: Letzte Mahlzeit und Neustart im Schneesturm

Am fünften Tag bleibt nur noch eine Mahlzeit. Danach gibt es lediglich ein paar eingepackte Snacks, und dann ist das Essen aufgebraucht. Ein Schneesturm zieht auf, es kommt kein Flugzeug und keine Rettung. Hinzu kommt feuchter Schnee: Wer losgeht, wird nass. Selbst wenn das Angeln klappt, sei der Ausflug extrem gefährlich.

Jimmy bereitet die Daheimbleibenden darauf vor, dass bei der Rückkehr vermutlich jemand unterkühlt sein wird. Sie sollen heißes Wasser bereithalten und eine Art „Notaufnahme“ einrichten. Danach erklärt Jimmy offen, wie die Lage ist: „Wenn wir heute nichts angeln, fliegen morgen alle weg.“ Im letzten Video habe man es fast bis zur Insel geschafft und sei trotzdem gescheitert, und das solle nicht noch einmal passieren. Die Gruppe ruft sich gegenseitig ihr Ziel zu: „Einen Fisch!“

Wegen des Sturms lässt die Angelgruppe die Skier zurück. Das bedeutet weniger Gepäck, aber einen längeren Weg. Der Schnee hat die alte Schneise zum Fluss zerstört, und erst nach einigem Suchen findet jemand die Spur wieder.

Im Camp fehlt derweil das Wissen über das Feuermachen, denn wie jemand bemerkt, sind alle, die sich auskennen, unterwegs. Das Brennholz ist klatschnass. Die Lösung ist ein toter Baum, der innen trocken ist. Die Zurückgebliebenen spalten ihn, schälen das trockene Holz heraus und bekommen damit schließlich ein kleines Feuer in Gang, das sie dann weiter füttern.

Sieben Stunden bis zum ersten Fang

Am Fluss ist das alte Bohrloch noch da, aber zugefroren. Die Gruppe verbreitert es, damit der Bohrer tiefer hineinkommt. Parallel sucht jemand dort nach dünnerem Eis, wo zwei Flüsse zusammentreffen, weil dort mehr Bewegung sei. Ausgesprochen wird es ausdrücklich als Hoffnung, nicht als Gewissheit. Diesmal klappt es: Das Eis ist nur etwa 20 Zentimeter dick. Gefrorenes Futter dient als Köder, und die Gruppe will mehrere Löcher bohren.

Dann heißt es warten. Vier Stunden später gibt Jimmy zu, dass er kaum noch an einen Fang glaubt und dass die Challenge womöglich beendet werden muss, wenn es weiter schneit. Gleich danach folgt der trotzige Gegensatz: Jimmy wolle nicht ständig Challenges verlieren und werde so lange warten, bis ein Fisch beißt, „denn ich will es für euch schaffen“. Mitten in diesem Monolog beißt tatsächlich einer an.

Der erste Fisch kommt seitlich hoch und geht verloren, obwohl Jimmy ihn schon in der Hand hatte. Dabei fällt offenbar auch ein Handschuh ins Wasser. Nach dem Grundsatz „Wo einer ist, gibt es mehr“ angeln sie weiter. Beim nächsten Biss holt Jimmy den Fisch vorsichtig durch das Loch heraus, und diesmal gelingt es. Kurz darauf beißt an einem anderen Loch ein zweiter Fisch an. Ein Teilnehmer hat lange nichts getrunken und klagt über Kopfschmerzen, freut sich aber trotzdem. Die Bilanz: nach sieben Stunden Angeln zwei Fische.

Im Camp warten Feuer und heißes Wasser. Die Heimkehrer verstecken den Fang zunächst in einer blauen Tasche, dann folgt die Auflösung: „Jungs, wir essen heute!“ Der erste Fisch wird im Feuer gegart und als köstlich beschrieben. Der zweite soll die Gruppe durch Tag sechs bringen.

Tag 6: Spaß, Rückblick und Dankbarkeit

Am sechsten Tag kommt das Flugzeug wieder. Ein Teilnehmer sagt, er würde das Ding gern abfeuern, schießt aber nicht. Nach fünf harten Tagen hätten sich die Jungs etwas Spaß verdient, heißt es, und wer bis Tag sieben durchhält, bekommt eine Überraschung.

Beim Rückblick gehen die Einschätzungen auseinander. Ein Teilnehmer, der nach eigener Aussage fast ohne Fisch aufgegeben hätte, nennt dies die schwerste Challenge überhaupt. Ein anderer sieht sie für sich als die zweitschwerste. Jimmy erzählt, dass die Gruppe solche Survival-Videos seit fast zehn Jahren macht, mit Tiefpunkten wie einem Schneesturm und Übelkeit und mit Höhepunkten wie einem schwimmenden Boot. Besonders gefällt Jimmy, in der Höhle mit den Freunden zu witzeln, weit weg vom normalen Leben. Gerade ihretwegen hätten Videos, „die schrecklich sein müssten“, viele schöne Momente. Jimmy bedankt sich auch beim Publikum: Als Kind habe Jimmy von genau so einem Leben geträumt.

Der Tag endet mit Schneeballschlachten, Rutschpartien, bei denen Jimmy klatschnass wird, und einer aufgesparten Überraschung: Schokolade, die als „die beste der Welt“ angekündigt wird. Für den nächsten Morgen wird eine weitere Überraschung angedeutet. Ein Hubschrauber soll es ausdrücklich nicht sein.

Tag 7: Abreise mit Schlittenhunden

Am siebten Tag scherzt Jimmy zunächst, die eigentliche Wendung sei, dass alle noch eine Woche bleiben. Ein Teilnehmer reagiert sofort mit „Ich gehe.“ Vor der Abreise räumt die Gruppe ihren gesamten Müll weg. Dann wird die Leuchtrakete gezündet, diesmal nicht für Flugzeug oder Helikopter, sondern als Signal für Schlittenhunde. Mit den Hundeschlitten verlassen sie nach sieben Tagen die Arktis.

Der Schluss ist schlicht: Die Gruppe hat durchgehalten, niemand hat die Rakete zum Aufgeben benutzt, und ein Teilnehmer freut sich vor allem auf eine heiße Dusche.