2000 Teilnehmer, 5 Millionen Dollar: Wie MrBeast das Feld für „Beast Games“ halbiert

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Überblick

MrBeast sitzt auf einem Berg aus 5 Millionen Dollar in bar und lässt 2000 Menschen in ein Stadion strömen. Das Video dokumentiert ein Auswahlverfahren für die zehnteilige Prime-Video-Serie „Beast Games“: Von den 2000 Anwesenden soll am Ende des Videos die Hälfte ausgeschieden sein. Die verbleibenden 1000 ziehen in die Show ein, wo einer von ihnen den nach MrBeasts Worten „lebensverändernden und rekordbrechenden“ Hauptpreis von 5 Millionen Dollar gewinnen soll. Vier Herausforderungen trennen die Teilnehmer davon. Sie prüfen nacheinander Kraft, Gedächtnis, Timing und schließlich Vertrauen.

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Erste Herausforderung: Ein 4500-Kilo-Felsen

Zum Auftakt fällt ein Vorhang und gibt den Blick auf riesige Felsen frei, laut Ansage 4500 Kilo schwer. Die 2000 Teilnehmer teilen sich in fünf Gruppen zu je 400 Personen auf. Jede Gruppe muss ihren Felsen über eine Ziellinie ziehen. Die Gruppe, die als letzte ankommt, scheidet komplett aus.

Die Teams gehen das unterschiedlich an. Eine Gruppe stellt nach eigener Aussage die Stärksten nach vorne. Eine andere gibt sich martialisch: Das Team sei gemacht, „um Rücken zu brechen, Träume zu zerstören“. Einzelne Teilnehmer zweifeln offen, ob sie dafür gemacht sind. Nach dem Startsignal erreichen drei Teams zügig das Ziel, und es kommt zum Duell zwischen Gelb und Rot. Im roten Team herrscht Chaos, jemand ruft, man mache es falsch und müsse rückwärts gehen. Gelb kommt zuerst an, und damit sind die 400 Mitglieder von Team Rot raus. Eine Teilnehmerin sagt, genau das habe sie unbedingt vermeiden wollen: gleich in der ersten Runde auszuscheiden.

MrBeast kündigt daraufhin an, dass alle Ausgeschiedenen 2000 Dollar fürs Mitmachen erhalten. Das gelte für jeden der 2000 Teilnehmer, nur fürs Erscheinen. Nach seiner Rechnung sind damit nach drei Minuten Video bereits 800.000 Dollar verteilt, und über alle Teilnehmer hinweg kommen 4 Millionen Dollar allein fürs Kommen zusammen. Einige Teilnehmer entscheiden sich in dieser Phase, freiwillig zu gehen. Einer sagt, 24 Stunden habe er es geschafft, einen ganzen Tag. Der Kommentar wertet das als möglicherweise klugen Zug, da die Prüfungen nur noch härter würden. Nach dieser Runde verbleiben 1596 Spieler.

Zweite Herausforderung: Das Meer der Aktenkoffer

Die vier verbliebenen Teams werden nun zu Gegnern innerhalb ihrer eigenen Reihen. Auf dem Spielfeld liegt ein „Meer aus Aktenkoffern“. Manche Koffer enthalten den Vermerk „gerettet“, andere „ausgeschieden“. Eine Leinwand zeigt kurz eine Karte, auf der markiert ist, welche Koffer sicher sind. Die Teilnehmer müssen sich die Positionen merken und nach dem Start einen sicheren Koffer erreichen, bevor ihn jemand anderes greift. Von den 400 Personen jedes Teams halten am Ende 50 einen roten Koffer und scheiden aus.

Team Pink beginnt. Die Teilnehmer zählen sich Reihen ab („Die zweite Reihe. Sieben.“) und stürmen los. Ein Teilnehmer hofft laut, dass der gewählte Koffer der richtige sei, und will andernfalls jemanden dafür verantwortlich machen. Beim Öffnen sehen 350 Grün und 50 Rot. Die Reaktionen schwanken zwischen „Ich dachte, ich wäre sicher“ und ungläubigem Jubel. Die Ausgeschiedenen holen ihre 2000 Dollar ab und gehen.

Danach werden die Koffer neu gemischt, und Team Orange ist an der Reihe. Einige sprechen sich ab, wer die vorderen Koffer nimmt und wer weiter hinten sucht. Wieder scheiden 50 aus, auch sie erhalten je 2000 Dollar. Bei Team Grün sieht Team Gelb von hinten zu, und MrBeast mahnt ausdrücklich: „Passt gut auf. Es ist sehr wichtig.“

Für die letzte Gruppe hat MrBeast nach eigener Aussage etwas „extra Gemeines“ vorbereitet. Team Gelb bekommt dasselbe Muster wie Grün, die Karte wird aber nur wenige Sekunden gezeigt. Wer bei Grün genau hingesehen hat, ist im Vorteil. Die Teilnehmer reagieren empört („Das ist so lächerlich“), und im Kommentar heißt es, die meisten hätten offenbar nur vorgehabt zu rennen, niemand wirke zuversichtlich. Auch hier entscheidet das Öffnen über Weiterkommen oder Ausscheiden. Danach verbleiben 1400 Teilnehmer.

Es folgt eine Nacht im Stadion. Einige schlafen demonstrativ in der Nähe des Geldes, „um es zu manifestieren“. Ein Team ruft sich zu: „Wir kämpfen zusammen. Wir schlafen zusammen. Wir gewinnen zusammen.“ Mehrere Teilnehmer erklären, sie würden alles tun, was nötig sei, für ihre Familie, und es gebe kaum etwas, das sie für das Geld nicht tun würden.

Dritte Herausforderung: Fahnen und das Spiel mit dem Warten

Die Regeln der dritten Prüfung klingen einfach. Auf dem Spielfeld werden Fahnen ausgelegt, und wer eine erobert, kommt weiter. Insgesamt gibt es 1100 Fahnen für 1400 Personen, 300 werden also ausscheiden. In jeder Runde wird eine andere Anzahl an Fahnen ausgelegt, bis alle 1100 vergeben sind. Wer aber die rote Linie überquert, muss eine Fahne holen, sonst ist er ausgeschieden, und zwar ohne Geld. Gestartet wird jede Runde durch ein Horn.

Damit wird das Timing zur eigentlichen Frage. In der ersten Runde liegen nur zehn Fahnen aus. MrBeast weist darauf hin, dass dies die letzte Gelegenheit sei, zurückzutreten und auf eine bessere Chance in einer späteren Runde zu warten. Ein Teilnehmer erklärt, er gehe weder in der ersten noch in der zweiten oder dritten Runde. Als das Horn ertönt, laufen kaum Leute los. Nur zwölf versuchen es, zwei rennen auf dieselbe Fahne und kollidieren. Zehn kommen weiter, zwei scheiden aus. MrBeast zeigt sich überrascht. Er habe erwartet, dass Hunderte rausfliegen, die Leute seien „viel schlauer“ als gedacht.

In der zweiten Runde kommen 50 Fahnen ins Spiel. Jetzt koordinieren sich Teilnehmer, indem sie laut rufen, welche Nummer sie ansteuern: „Ich hab 47. Geht nicht zu 49.“ MrBeast warnt, dass alle verlieren, wenn auch nur eine Person aus der Reihe tanzt. Am Ende scheiden fünf Leute aus. In der folgenden Runde schätzt der Kommentar etwa acht Eliminationen. Wer die Linie überquere, bekomme meist auch eine Fahne, tatsächlich eliminiert würden nicht viele.

MrBeast richtet sich an die, die hinten warten. Sie glaubten wohl, ihre Chancen würden mit der Zeit besser, „aber es läuft nicht so“, denn die Fahnen gingen schnell weg und die Quote werde schlechter. Gleichzeitig beobachtet das Team ein Verhalten, das MrBeast nicht nachvollziehen kann: Gruppen haben zusammengearbeitet und sich abwechselnd gegenseitig Fahnen überlassen. Er kommentiert, das ergebe keinen Sinn. Es gehe um 5 Millionen Dollar, irgendwann müsse man sich gegenseitig verraten, „jemand muss nach Hause“.

Mit sinkender Fahnenzahl steigt die Intensität. Teilnehmer stolpern, und MrBeast nennt die Prüfung die vielleicht verrückteste Challenge, die sein Team je gemacht habe. Bei einem Zwischenstand von 179 Personen und 100 verbleibenden Fahnen werden 50 Fahnen ausgelegt. Es bleiben zwei Runden, und die strategische Frage lautet, ob sich die Chancen durch Warten verbessern oder verschlechtern. Danach stehen noch 115 Leute in der Reihe, und die letzten 50 Fahnen kommen ins Spiel.

Karls „Yo“

In diesem entscheidenden Moment, so MrBeast, habe er „den schlimmsten Fehler“ gemacht, den er hätte machen können: Er gab das Mikrofon seinem Freund Karl. Karl ruft „Yo!“ in die Menge, um sie anzufeuern, und eine größere Gruppe läuft los, weil sie das als Startsignal versteht. Karl beteuert: „Ich habe ‚Yo‘ gesagt.“ Zunächst wird geschätzt, dass etwa 50 Leute dadurch rausgeflogen seien. Später heißt es, Karls „Yo“ habe 31 Personen eliminiert. MrBeast betont, während der gesamten Challenge sei klar gewesen, dass immer das Horn die Runde startet. Er fragt, warum jemand bei „Yo“ losrennen sollte, und hält zugleich fest, dass nicht er das Mikrofon gehabt habe.

Mit der letzten Runde wird schließlich Fahne Nummer 1100 erobert. 1100 Spieler verbleiben. Ein Teilnehmer sagt, unabhängig vom Ausgang sei das ein Stück Geschichte, auf das er immer zurückblicken könne, weil er in einem MrBeast-Video war.

Was die Show verspricht

Vor der letzten Prüfung beschreibt MrBeast den Umfang der Serie, in die die verbleibenden 1000 einziehen sollen. Nach seinen Worten ist jede einzelne Episode größer als das größte YouTube-Video, das er je gemacht hat. Man habe eine ganze Stadt gebaut, verschenke eine Privatinsel und habe die größten Preise in der Geschichte des Entertainments. Das sind Ankündigungen des Gastgebers, im Video selbst ist davon nichts zu sehen.

Vierte Herausforderung: Vertrauen auf dem Podest

Die letzte Prüfung soll nichts mit Stärke oder Schnelligkeit zu tun haben, sondern nur mit Vertrauen. Die 1100 Teilnehmer bilden Gruppen zu je 100 Personen. MrBeast kündigt an, dass am Ende einer von ihnen sein gesamtes Team verraten werde.

Schon die Gruppenbildung ist schwierig. Eine Teilnehmerin sagt, sie suche Vertrauen, aber es sei schwer, Fremden zu vertrauen. Gruppen wollen niemanden mehr in ihre Reihe lassen. Andere beobachten, dass Leute aus Misstrauen von einer Gruppe zur nächsten wechseln und dann auch der neuen nicht trauen. Ein Teilnehmer berichtet, jemand habe offen gesagt, für 10.000 Dollar sei er leicht zu kaufen, dem könne man nicht trauen. Andere zeigen sich zuversichtlich: Niemand in ihrer Gruppe werde aufgeben, nichts könne sie dazu bringen, dem Team den Rücken zu kehren.

Die Regel lautet: Jede Gruppe steht auf einem Podest. Wer es verlässt, wird eliminiert, und mit ihm das gesamte Podest. Es gewinnen also die Gruppen, die die anderen überdauern. Die Teams geben sich Slogans wie „Vibes, keine Bestechung!“ und „Team No Deal!“ und rufen „Wir wollen kein Geld, Jimmy!“, noch bevor überhaupt etwas angeboten wurde. MrBeast räumt ein, er habe zwar noch nichts angeboten, werde es aber wahrscheinlich tun.

Er gesteht, vor Drehs normalerweise nicht nervös zu sein, dieses Mal aber schon. Eine Person werde gleich viel Geld bekommen und 99 andere würden sehr traurig sein, das werde „herzzerreißend“.

Drei Bestechungen, im Voraus enthüllt

MrBeast stellt dann drei Angebote vor und betont ausdrücklich, dass noch keines davon aktiv sei. Das erste beträgt 5.000 Dollar. Falls das nicht funktioniert, folgen 50.000 Dollar. Und sollten alle 1100 auch das ablehnen, gibt es ein drittes Angebot von 1 Million Dollar, laut MrBeast ein Fünftel des Hauptpreises.

Dann startet der Timer für das 5.000-Dollar-Angebot. Wer bereit sei, 99 Mitspieler dafür einzutauschen, könne es sich holen. Die Reaktionen sind eindeutig: „Nein!“, „Wir wollen es nicht!“, „5.000 Dollar sind nichts.“ Jedes Team lehnt ab, der Timer wird zurückgesetzt und das Angebot zurückgezogen. Der Kommentar hält fest, dass der Preis des Verrats für diese Gruppe offensichtlich höher lag als 5.000 Dollar.

Bei der Vorbereitung auf die 50.000 Dollar verändert sich nach MrBeasts Schilderung die Stimmung im ganzen Stadion. Auf jeder Plattform rücken Menschen näher an den Rand, bereit zu springen. Das Video lässt Teilnehmer erzählen, wofür sie das Geld bräuchten. Eine Person widmet ihren Einsatz ihrem sieben Monate alten Baby Layla. Andere wollen ihr Studium abschließen, ein Tierheim eröffnen, dem Vater, einem invaliden Veteranen, ein Haus kaufen oder ein neues Haus, weil das eigene abgebrannt ist. Mehrere haben nach eigener Aussage ihren Job gekündigt, um teilzunehmen.

Der Sprung vor dem Startsignal

Die Regel für das zweite Angebot lautet: Wer nach dem Start des Timers zuerst den Boden berührt, bekommt 50.000 Dollar. MrBeast sagt, er habe nicht erwartet, dass das Angebot so unwiderstehlich sein würde, dass jemand springt, bevor der Timer überhaupt läuft. Genau das passiert. Eine Teilnehmerin von Plattform sechs springt vom Podest, obwohl der Timer noch nicht gestartet ist.

Die Folge ist doppelt bitter: Sie bekommt das Geld nicht, weil das Angebot noch nicht aktiv war. Da sie aber das Podest verlassen hat, scheidet ihr gesamtes Team aus. Auf die Frage, ob sie das Geld nicht bekomme, antwortet MrBeast: „Nein. Weil der Timer noch nicht gestartet war.“ Seine Bilanz: 99 Leute hätten gerade die Chance auf 5 Millionen Dollar verloren, „alles, weil sie gesprungen ist“. Aus der Menge ruft jemand: „Warte wenigstens auf die Million!“ Das Team kann nicht glauben, verraten worden zu sein, ohne dass die Verräterin selbst etwas davon hat, und ist am Boden zerstört. Die Mitglieder von Plattform sechs werden zum Ausgang geschickt.

Ausgang des Auswahlverfahrens

Mit dem Ausscheiden dieser hundert Personen stehen die 1000 Teilnehmer fest, die in die Serie einziehen. Das Video endet mit MrBeasts Ankündigung, das letzte Spiel sei brutal gewesen, aber nichts im Vergleich zu dem, was die verbleibenden 1000 noch vor sich hätten. Einer von ihnen werde mit 5 Millionen Dollar nach Hause gehen, vorher müssten sie aber in den Beast Games antreten. Ob das dritte Angebot über 1 Million Dollar jemanden zum Verrat gebracht hätte, bleibt offen, weil es nie aktiviert wurde.