Wissen gegen Ausrüstung: 50 Überlebensexperten gegen 50 Amateure im Wald

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Überblick

MrBeast setzt 100 Menschen mitten in der Wildnis aus. Das Team, das die meisten Mitglieder hat, wenn am Ende die Hilfe kommt, teilt sich 250.000 Dollar. Blau besteht aus 50 Überlebensexperten, Rot aus 50 Amateuren, die MrBeast als „der Wildnis nicht gewachsen“ vorstellt. Das Video geht der Frage nach, ob im Überlebenskampf Wissen oder Ausrüstung den Ausschlag gibt. Über gut drei Wochen zeigt sich, dass die Antwort komplizierter ist. Wer aufgibt, zündet eine Leuchtrakete und wird abgeholt.

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Ungleiche Startbedingungen

Die Experten bringen viel Erfahrung mit. Einer von ihnen war nach eigener Aussage schon drei Monate am Stück im Wald, einfach zum Spaß. Als MrBeast die Amateure fragt, wer schon einmal campen war und wer einen Monat durchhalten würde, kommentieren die Zuschauenden auf blauer Seite: „Die sind geliefert.“

Dafür bekommt Team Rot einen materiellen Vorteil. MrBeast erklärt den Amateuren die Challenge und lässt sie vorher einkaufen, was sie zum Überleben brauchen. Gezeigt werden Seil und Plane, ein 24er-Pack und ein Feuerzeug, das MrBeast als „schlau“ lobt. Team Blau wurde dagegen nur gesagt, dass es sich um ein MrBeast-Video handelt. Eine Teilnehmerin hat sich deshalb auf jedes Klima vorbereitet und an Alaska gedacht.

Die Experten setzen auf ihr Handwerk. Sie wollen Laubhütten bauen, für die vor allem eine gute Isolierschicht nötig ist. Ein Teilnehmer, der nach eigenen Worten seit etwa einem Jahrzehnt trainiert, braucht dafür zehn Leute, die Material sammeln. Die Amateure bauen ein Kinderzelt auf. Eine Teilnehmerin meint, zum Glück sei sie nur etwa 1,65 m groß. Trotz der Erfahrung der Gegenseite sind sie überzeugt, Team Blau schlagen zu können, denn sie seien „auf ihre eigene Art Profis“. Einer sagt, er mache einfach nach, was er in Filmen gesehen habe.

Die erste Nacht: Ausrüstung schlägt Wissen

Die erste Nacht bestätigt die Erwartungen nicht. Nach Darstellung des Videos machte der Ausrüstungsvorteil es Team Rot leichter. Die Experten bekamen dagegen kaum ein Auge zu, als die Temperatur drastisch fiel. Eine Expertin berichtet, sie sei erschöpft und dehydriert und frage sich, warum sie hier sei. Ein anderer konnte nicht schlafen, weil der Boden so kalt und alles nass war.

Die ersten, die eine Leuchtrakete zünden, sind ausgerechnet Experten aus Team Blau. Einer entschuldigt sich: Er sei 66 und müsse sich das nicht antun. Team Rot hat dagegen „stilvoll“ draußen geschlafen und genießt am Morgen die Sonne und die Auszeit von der Welt.

Die Experten holen auf, die Amateure verpulvern ihren Vorsprung

Die Experten wissen, dass sie ihre Unterkünfte schnell verbessern müssen, sonst verlieren sie weitere Leute. Ein Haufen Äste reiche nicht, heißt es. Man müsse rund 30 cm Laub auftürmen, das auch bei Regen trocken halte, und dabei müsse jeder mit anpacken. MrBeast staunt über eine „riesige Festung“ und fragt, ob sie dem Regen standhält. Die Antwort: „Das finden wir raus.“ Auch Team Rot baut: ein Dach, damit niemand im Regen schläft und die Vorräte trocken bleiben.

Das Video beschreibt diese Phase als Wendepunkt. Die Experten machten das Beste aus ihren Ressourcen, die Amateure verschwendeten ihren Vorteil rücksichtslos. In der zweiten Nacht zahlt sich die Arbeit der Profis aus. Ihre Unterkunft sei „besser als das Four Seasons“, man habe geschlafen wie ein Baby und es sei warm gewesen. Während die Experten ausgeruht in den Tag starten und Rückwärtssaltos schlagen, beginnt für die Amateure laut Erzähler der härteste Teil des Überlebens: der leere Magen. Team Rot hatte seine Snacks in den ersten zwei Tagen regelrecht vernichtet.

Nahrung: Sammelwissen und versteckte Vorräte

Bei der Nahrungssuche zeigt sich der Wissensvorsprung am deutlichsten. Mit dem Wissen des Wildnis-Überlebenskünstlers Seth habe Team Blau seinen Wald in einen Supermarkt verwandeln können. Seth gibt einen „Sammelkurs“, zeigt essbare Pflanzen und baut eine Fischfalle aus Stöcken für den nahen Fluss. Die Amateure probieren ihre Angelausrüstung aus, fangen aber nur Müll.

An Tag vier hat Team Rot nichts mehr zu essen. Da eine Partymischung laut MrBeast „nur 45 Minuten reicht“, hatte er vorgesorgt. Überall im Wald hatte er Vorratslager versteckt, unter anderem mit Roter Bete und Äpfeln. Die Menge reiche, wenn man damit haushalte. Beide Teams legen Vorratskammern an, um zu rationieren. Bei Team Rot betont man, jetzt dürfe niemand das Team hintergehen.

Misstrauen und Machtkämpfe bei Team Blau

Bei den Experten beginnt nun ein Konflikt, der sich durch das ganze Video zieht. Julia verfolgt einen eigenen Plan: Sie und einige andere verstecken Essen, um die Kontrolle zu behalten. Ihre Begründung: Die anderen würden sich aufs Essen stürzen und für sie bleibe nichts übrig. Die Experten kochen aus den Vorräten ein Abendessen, doch die Spannungen wachsen. Einer aus der Gruppe um Julia sagt, man könne es nicht allen recht machen, wenn niemand mit ihnen rede. Dann verlässt die Gruppe das Spiel.

Randys Verdacht bestätigt sich danach. Im Schuppen der Ausgestiegenen findet man ein Versteck mit Kartoffeln. Randy ist einerseits froh, dass sie weg sind, weil sie nichts beigetragen hätten. Andererseits brauche man Leute, die bleiben, denn es gewinnt das Team mit den meisten Mitgliedern. Nach fünf Abgängen hält er eine Motivationsrede: Morgen scheide niemand aus.

Die Rede hilft nicht. Immer mehr steigen freiwillig aus, und der Streit ums Essen eskaliert. „Du bestimmst nicht, was andere essen“, sagt jemand, und ein anderer findet es lächerlich, dass bei elf Leuten einer einen Apfel bekommt. Ein Aussteiger bringt das Grundproblem auf den Punkt: Man habe 50 Überlebenskünstler, also Kontrollfreaks und Typ-A-Menschen, die alle das Sagen haben wollen. An Tag fünf fehlen den Experten bereits neun Leute. Laut Erzähler müssen sie lernen, sich zu vertragen.

Team Rot: Zusammenhalt trotz Hunger

Team Rot setzt dagegen auf Zusammenhalt und strenges Teilen, und laut Video hilft das beim Überleben. „Bitte nimm nur einen. Hier wird geteilt.“ Ein Teilnehmer erzählt, er esse normalerweise morgens sechs Eier und jetzt nur einen Apfel, aber für Geld tue man eben vieles.

Nicht alle halten das aus. Die Energie sei im Keller, man habe Kopfschmerzen, und jemand sehnt sich nach einem Waffle-House-Buffet. Der Hunger kostet Team Rot seine ersten sechs Mitglieder. Als schwierigste Punkte nennen die Amateure das Essen, die Sonne und die Insekten, „also alles“. Ihre Unterkünfte sind inzwischen besser. Einer spricht von seiner „Villa“ für vier Personen, räumt aber ein, dass die Ansprüche gesunken seien. MrBeast fragt, ob sie keine Angst hätten, dass es am Hang hereinregnet. Die Antwort: „Wer weiß?“

Eine Amateurin sagt voraus, dass die Experten sich ums Vorgehen streiten, weil jeder glaube, es besser zu wissen. Das Video kommentiert, so falsch habe sie nicht gelegen. Bei Blau wird gerade darüber gestritten, ob man überhaupt essen solle, weil die Vorräte für 50 Leute nicht lange reichten. „Es geht nicht um Komfort. Überleben.“

In beiden Teams steigen weiter Leute aus. Brittany aus Team Rot versucht, mit einem Frühstück die Abgänge zu stoppen, doch die Bewertungen sind schlecht, und einer Teilnehmerin wird übel. Bei Team Blau kann nicht einmal ein Trommelkreis den Streit beenden. Ein Teilnehmer sagt über sich, Teamarbeit falle ihm schwer, er sei von Natur aus rebellisch. Bei Rot ist schließlich das Obst fürs Frühstück aufgebraucht, und zwei weitere Mitglieder geben auf. Wie die Teilnehmenden erfahren auch die Zuschauer ab hier nicht, wie viele Leute im gegnerischen Team noch übrig sind.

Tag 7: Die 50-Dosen-Challenge

An Tag sieben fährt MrBeast an beiden Lagern vorbei und wirft je einen Sack ab. Darin liegen 50 Konservendosen. Das Team, das ihm nach 72 Stunden die meisten ungeöffnet zurückgibt, bekommt eine Belohnung. Bei Gleichstand gewinnt keines.

Bei Team Rot schlägt zunächst jemand vor, alles aufzuessen. Die Gegenseite werde ohnehin annehmen, dass die hungernden Amateure die Dosen öffnen. Man einigt sich darauf, sie zu vergraben. Team Blau setzt auf Disziplin: Niemand rührt sie an, man habe genug Rationen für 72 Stunden. Die Dosen werden versteckt, und nur wenige haben Zugang. Ein Experte rechnet damit, dass einige noch am selben Tag gehen, wenn sie erfahren, dass Essen tabu ist.

Der Sturm

An Tag acht findet Team Rot einen alten Holzkohlegrill im Wald, und die Stimmung steigt. Laut Erzähler ist es bemerkenswert, was etwas Essen und ein Wetterwechsel bewirken. Bei Team Blau läuft es schlechter. Giftefeu breitet sich aus, die Fallen bleiben leer, und jemand überlegt, seine Zahnpasta zu essen. Dass oben 50 Dosen mit Rindfleisch, Erbsen und Mais liegen, „raubt“ einem den Verstand. Bei der Krebssuche entdeckt ein Teilnehmer eine Schlange, die er zuerst für einen Stock hielt.

Gegen Abend zieht ein gewaltiger Sturm auf, möglicherweise ein Tornado. Innerhalb von zehn Minuten wird es 15 Grad kälter. Bei Team Blau zerfällt ein Unterschlupf im Wind. Die Amateure flüchten in ein Flugzeug, das offenbar als Unterkunft dient. Ein Zelt fliegt davon, und eine Teilnehmerin möchte nach Hause. Ein anderer hält sich mit dem Gedanken durch, dass er in einem MrBeast-Video um sehr viel Geld kämpft.

Die folgende Nacht ist die kälteste bisher. Blätter, Bäume und selbst die Geldkiste sind mit Frost überzogen, und ein Flugzeugsitz ist gefroren. Bei den Experten tröstet man sich damit, dass Team Rot richtig frieren müsse, wenn schon ihnen kalt sei. Bei Rot ist die Feuerstelle überflutet. Der Regen fordert sechs Mitglieder von Team Rot, die schwören, nie wieder campen zu gehen, und zwei von Team Blau.

Auflösung der Dosen-Challenge: Gleichstand ohne Gewinner

Am Belohnungstag sammelt MrBeast die Dosen ein. Bei Team Rot sind sie noch vergraben, und die Amateure sticheln gegen Blau. Beide Teams geben alle 50 Dosen ungeöffnet zurück, also bekommt niemand eine Belohnung.

Das Ergebnis trifft beide Seiten hart. Kurz nach der Verkündung steigen mehrere Leute aus, MrBeast zählt schließlich fünf und kommentiert, dafür hätten sie nicht einmal Essen bekommen. Auf die Frage, ob sie im Nachhinein lieber gegessen hätten, antworten sie: „Zu 100 Prozent.“ Die Moral bei Team Blau sinkt sofort. Schlafmangel und ständiger Hunger zermürben die Experten. Einer muss zu Frau und Tochter zurück, ein anderer sagt, man könne noch wochenlang hier sein.

Besonders schwer wiegt der Abgang von Seth. Nach eigener Aussage hat er allen beigebracht, wetterfeste Unterkünfte zu bauen, doch sein Geschäft gehe vor, er könne nicht lange wegbleiben. Die Zurückbleibenden würdigen ihn als „ultimativen Überlebenskünstler“, der allen viel beigebracht habe. Andere berichten, dass sie merklich abnehmen, dass sie nicht nur von Reis leben können und dass Hüften und Magen schmerzen. Gleichzeitig wird die Rechnung sichtbar, die das Spiel mit sich bringt: Wenn jemand geht, wird der Pott größer. Bei einem Abgang ruft jemand „Ruhe in Frieden“ und will direkt die Bohnenportion der Gegangenen übernehmen.

Bei Team Rot zwingen die Abgänge zu mehr Verantwortung. Nach dem Ausstieg von Köchin Brittany übernimmt ein anderes Mitglied die Küche und kocht mit Schnittlauch und Karotten. Dabei stellt es fest, dass es viel mehr kann, als es sich selbst zugetraut hätte.

Das nächste Unwetter und der Streit um die Plane

Ein weiteres Unwetter bringt etwa fünf Stunden Dauerregen. Bei Team Blau ist alles durchnässt: Schuhe, Socken, Kleidung und Schlafplätze. Eine Hütte erweist sich als nicht wasserdicht. Es kommt zum Streit um die einzige Plane des Teams. Sie wurde dafür bestimmt, Bohnen und Reis trocken zu halten, und niemand darf sich darunterstellen. Die Betroffenen protestieren, es sei doch ein gemeinsamer Unterschlupf gewesen. Die Stimmung ist: „Wir sind mit unserem Latein am Ende.“

Team Rot wartet den Regen dagegen vergnügt ab. Eine Teilnehmerin füllt Wasser auf und legt sich dann mit einem Buch ins Zelt. Solche „Fülltage“ seien die einfachsten.

Tag 14: Das Kisten-Dilemma

An Tag 14 stellt MrBeast beiden Teams ein identisches Set von fünf Kisten hin. Sie werden nacheinander geöffnet. Das Team, das zuerst den Knopf drückt, bekommt den Inhalt, und das andere geht leer aus. Lehnen beide Teams alle Kisten ab, bekommen beide alles. Die Konstruktion ist ein klassisches Vertrauensspiel.

Die erste Kiste enthält Angelausrüstung, die Team Rot für nutzlos hält, weil im Fluss keine Fische seien. Die zweite enthält gusseiserne Töpfe und Pfannen. Bei Rot werden sie diskutiert, aber mit Blick auf den möglichen Gesamtgewinn abgelehnt. Die dritte Kiste mit Feastables-Erdnussbutter-Cups nennt ein Teilnehmer „einfach nur grausam“. Trotz großem Verlangen drückt niemand, und Carlos wird ermahnt, die Hand unten zu lassen. Die vierte mit Baumaterial lehnen beide Teams leicht ab, weil sie ihre Unterkünfte schon gebaut haben.

Vor der letzten Kiste mahnt MrBeast, gut nachzudenken. Bei Team Rot glauben einige, die Gegenseite werde nicht drücken, andere erwarten, dass sie „aus Missgunst“ drückt. Man will erst sehen, was in der Kiste ist. Es sind Steaks, Jack Link's und Gewürze für das ganze Team. Bei Team Blau drückt Patrick sofort. Die Amateure hatten sich nicht getraut zu drücken, weil alle erst reden wollten.

Der Sieg bringt Team Blau aber sofort neuen Streit, weil Patrick die Meinung anderer übergangen hat. Eine Teilnehmerin beschwert sich, sie sei Vegetarierin, und bekommt zur Antwort: „Wen interessiert das?“ In beiden Teams geben danach viele auf, bei Rot aus Frust über die Niederlage, bei Blau auch, weil man sich nicht gehört fühlte. Wer bei Blau bleibt, erlebt „zum ersten Mal seit über zwei Wochen ein Stück vom Himmel“. Die Steaks seien „besser als Weihnachten“, und das Protein gebe Energie. Bei Rot bereut man dagegen den Verzicht auf die Töpfe: Jetzt habe man schwarzes Zeug im Essen.

Geld und Egoismus: Team Blau zerfällt

Als das Fleisch aufgegessen ist, tritt bei Team Blau ein neues Problem in den Vordergrund, nämlich das Geld. Mit jedem Abgang wächst der Anteil der Verbleibenden an den 250.000 Dollar. Wie viel genau, weiß niemand, weil niemand weiß, wie viele noch da sind. MrBeast versichert nur, es seien „Tausende von Dollar“. Trinh heckt laut Erzähler einen Plan aus, um ihren Anteil zu erhöhen, und gerät mit anderen aneinander. Es gibt Streit um die Plane, gegenseitige Egoismus-Vorwürfe und den Vorschlag, einen von anderen gebauten Schutz abzureißen. Ein Teilnehmer glaubt, der Survival-Aspekt sei gar nicht mehr das Schwierigste. Selbst ein Mitglied, dem es nach eigener Aussage „nur um gute Vibes“ geht, verabschiedet sich mit den Worten, es habe genug getan, um zu gewinnen.

An Tag 17 eskaliert es weiter. Eine Teilnehmerin isst als Einzige zu Mittag, weil sie Hunger habe, und will niemandem Rechenschaft ablegen. Andere nennen sie „absolut keine Teamplayerin“. Als ein unbeliebtes Mitglied geht, jubeln einige offen. Ein anderer Streit dreht sich um eine Reisration, die abgesprochen worden sein soll, obwohl eine Beteiligte davon nichts wusste. Sie will „einfach nur gewinnen“ und fürchtet einen bitteren Nachgeschmack. Einer anderen wirft man vor, sie trage nichts bei außer geschmacklosem Essen, sie koche „Fraß“. Kurz darauf steigt auch sie aus, weil sie hier „keinen Frieden mehr“ finde. Der Erzähler zieht das Fazit: Nur weil man ausgebildet ist, allein in der Wildnis zu überleben, überlebt nicht automatisch die Gruppe.

Team Rot wächst zusammen

Team Rot entwickelt sich in die entgegengesetzte Richtung. Die Amateure hören den Jubel von drüben und rätseln, ob das nur zwei Leute waren und ob Blau schon stark geschrumpft ist. Sie sind sich bewusst, dass mit jedem Abgang ihre eigenen Chancen sinken. Trotzdem beschwören sie Zusammenarbeit und Selbstlosigkeit. Laut Erzähler sind sie „richtig aufgeblüht“. Sie machen einen Ausflug zum Fluss, und einer fängt tatsächlich einen großen Fisch. Den nimmt das Team gemeinsam aus und bereitet ihn zu. Es folgen fünf Tage in Folge ohne eine einzige Leuchtrakete.

Bei Blau wächst dagegen die Nervosität. Amelia ist weg, und Trinh gilt als sehr egoistisch. Einer warnt die Jubelnden: Wenn man am Ende verliere, weil Rot eine Person mehr habe, verlören auch sie ihr Geld. Von einst 50 Überlebenskünstlern seien nur noch wenige übrig. Man hofft auf einen Challenge- oder Abholtag.

Das Finale: Die versteckte Signalpistole

Nach etwa drei Wochen kommt MrBeast mit der entscheidenden Challenge. Jedes Team erhält eine Karte vom Lager des Gegners und markiert darauf, wo dort eine Signalpistole versteckt werden soll. Das Team, das seine Pistole zuerst findet und abfeuert, bestimmt, wann das Video endet: heute, in fünf oder zehn Tagen oder wann es will. Das andere Team hat darauf keinen Einfluss. MrBeast warnt aber: Wer feuert und dann weniger Leute hat, verliert. Die Experten verstecken die Pistole für Rot „definitiv irgendwo weit weg“, damit die Amateure laufen und Kalorien verbrennen.

Mit abgenommenen Augenbinden beginnt die Suche. MrBeast fragt, ob es einen Plan gebe. Zunächst wirkt es chaotisch, dann wird der Wald in Sektoren aufgeteilt, und jeder übernimmt ein Gebiet, etwa die hinterste Ecke oder die Docks. Einer holt zuerst noch Wasser. Ein Suchender vermutet, er sei falsch, weil ihm kein Kameramann folge.

Schließlich ertönt das Horn. Team Blau hat die Pistole zuerst gefunden. Die Experten schätzen, dass bei den Amateuren noch acht oder neun Leute übrig sind, und glauben nicht, dass Rot mehr hat. Bei Team Rot hofft man dagegen, dass Blau zu siegessicher ist, feuert und in der Unterzahl ist. Auf den Vorschlag, noch bis morgen zu warten, antworten die Experten: „Nein. Wir haben 20 Tage gewartet.“ Sie feuern.

Ergebnis: Knapper Sieg der Experten

Nach 20 Tagen im Wald zählt MrBeast: In Team Blau sind noch elf Personen, in Team Rot neun. Die Experten gewinnen die 250.000 Dollar, jeder geht laut MrBeast mit 22.000 Dollar nach Hause. Die Amateure gehen nicht leer aus, jedes verbliebene Mitglied bekommt 4.000 Dollar für die Zeit im Wald. Ein Experte sagt, es sei emotional, aber sie seien eben Überlebensexperten, und er sei stolz auf das Team.

MrBeast zieht als Schluss, dass es am Ende weniger auf Talent oder Ressourcen ankommt als darauf, zusammenzuarbeiten. Das Video zeigt dafür beide Seiten. Die Experten waren den Amateuren im Handwerk überlegen, verloren aber durch Machtkämpfe, Misstrauen und Egoismus einen Großteil ihrer Leute. Die Amateure starteten mit mehr Ausrüstung und hielten später dank ihres Zusammenhalts besser durch, lagen aber am Ende trotzdem knapp mit zwei Personen hinten.