MrBeast baut zehn Schulen weltweit: Klassenzimmer, Brunnen, Schulessen und sichere Schulwege

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Überblick

Mehr als 200 Millionen Kinder haben laut MrBeast keine sichere Schule. Das Video will das an zehn Standorten ändern. Es geht dabei nicht nur um neue oder renovierte Gebäude. MrBeast sagt, man wolle die Kinder auch ernähren, sie vor illegaler Kinderarbeit schützen und ihnen sauberes Trinkwasser verschaffen. Das Projekt soll das Leben „zehntausender Menschen weltweit“ verändern. Die Stationen reichen von Ghana über Ecuador und die USA bis nach Indien. An vielen Orten zeigt sich dasselbe Muster: Das Schulgebäude ist nur ein Teil des Problems. Genauso wichtig sind Wasser, Essen, der Weg zur Schule und die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte.

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Die erste Schule in Ghana: Abriss auf Anordnung der Regierung

Die erste Station liegt in Ghana. Das bestehende Schulgebäude war nach Angaben im Video so gefährlich, dass die Regierung seinen Abriss angeordnet hatte. Das Team reißt die alte Schule ab und zeigt den Kindern anschließend einen Neubau. In der Nähe entsteht außerdem ein neuer Brunnen. MrBeast beschreibt die Freude der Kinder als Antrieb, weitere Schulen zu bauen. Diese Schüler seien nur die ersten, deren Leben man positiv beeinflussen wolle.

Renovierung statt Abriss: zwei neue Klassenzimmer für über 250 Kinder

Die nächste Schule ist nach MrBeasts Worten, anders als die vorherige, nicht abbruchreif. Sie wird deshalb vollständig renoviert. MrBeast findet es „heftig“, dass über 250 Kinder unter diesen Bedingungen unterrichtet wurden. Das Team arbeitet zunächst an den Wänden, danach folgen Decke, Farbe und Boden. Außerdem entstehen zwei zusätzliche Klassenzimmer, die die Kinder erst bei der Eröffnung zum ersten Mal sehen. Manche Kinder hätten, so MrBeast, noch nie mit Spielzeug gespielt. Mit der neuen Ausstattung steige nun nicht nur die Schulbesuchsquote, sondern auch der Spaß.

Wohnungen für die Lehrer

Ein eigenes Problem betrifft zwei Lehrer, Joseph und Emmanuel. Laut Schulleitung gaben beide ein Drittel ihres Lohns für den Schulweg aus und brauchten jeweils eine Stunde dafür. MrBeast nennt das unangenehm und sinnlos. Das Team baut ihnen deshalb neue Wohnungen in der Nähe der Schule, und zwar getrennte Wohnungen, die sie nicht teilen müssen. Die Szene zeigt, dass es im Projekt nicht nur um Schülerinnen und Schüler geht, sondern auch darum, das Lehrpersonal an der Schule zu halten.

Flusswasser, Wurmbefall und ein Brunnen für die ganze Gegend

Bei der Ankunft fiel MrBeast etwas auf, das er „nicht ignorieren“ konnte. Seit über einem Jahrzehnt holt das ganze Dorf sein Wasser aus einem Fluss. Fast 80 Prozent der Bewohner, auch Kinder, leiden laut Video unter Wurmbefall im Darm. Das Team baut deshalb einen Brunnen, der nicht nur die Schule, sondern die Menschen der ganzen Gegend versorgt. Dazu kommen Toiletten, damit die Kinder nicht mehr in den Wald gehen müssen, und Waschbecken, die aus dem neuen Brunnen gespeist werden.

Eine Schulküche und Essen für fünf Jahre

Zur Schule gehört nun auch eine Küche mit allem, was man für tägliches Schulessen braucht. MrBeast verspricht, dass alle Schüler an jedem Schultag der nächsten fünf Jahre Essen erhalten. Um das anschaulich zu machen, lässt er eine Person von der Schule einen beliebigen Tag im Kalender auswählen, hier Mai 2030. Auch dieser Tag sei bereits bezahlt. Die Person verkündet die Nachricht danach selbst den Kindern. Als Unterstützer nennt das Video die Rockefeller Foundation.

Zu den Kosten sagt MrBeast, man habe allein an diesem Standort bereits über eine halbe Million ausgegeben, „nicht insgesamt, nur hier“. Bis zum Jahresende würden es eine Million sein, nur für diese Schule und die Menschen der Umgebung. Er erwartet, dass diese Wirkung über Generationen anhält. Weil so viel gebaut worden sei, habe man ihn scherzhaft zum „Entwicklungschef“ ernannt.

Ein Gebäude, das älter ist als MrBeast: der zweistöckige Neubau

An der nächsten Schule bittet MrBeast die Kinder, schnell hinauszugehen. Das Gebäude sei älter als er selbst, und das Dach könne jederzeit während des Unterrichts einstürzen. Das werde den Kindern jeden Tag gesagt, was er inakzeptabel findet. Er wolle nicht, dass Kinder beim Lernen sterben. Die alte Schule wird abgerissen und durch einen zweistöckigen Neubau ersetzt. Er ist doppelt so groß und bietet über 300 Kindern Platz in acht großen, voll ausgestatteten Klassenzimmern. Direkt daneben steht ein neuer Brunnen mit Solarbetrieb und eigenem Wassertank. Er soll neben der Schule auch tausende Anwohner versorgen. MrBeast betont, man baue nicht nur Schulen, sondern wolle das Leben vor Ort grundlegend verbessern.

Schulen gegen Kinderarbeit

MrBeast verbindet sichere Schulen ausdrücklich mit dem Kampf gegen illegale Kinderarbeit. Nach seiner Darstellung besteht seine Marke Feastables darauf, Bauern existenzsichernde Löhne zu zahlen und Kinderarbeit auf den Plantagen zu verhindern. Deshalb habe er für Kinder in Ghana Schulen in elf Dörfern gebaut. Die Schulbauten erscheinen hier als Teil der Lieferkettenpolitik des Unternehmens, nicht nur als einzelne Spenden.

Wenn es durchregnet: sieben neue Klassenzimmer

Die nächste Schule beschreibt MrBeast als so marode, dass Lernen „fast unmöglich“ sei. Alle Klassenzimmer sehen gleich aus. Es regnet durch, und danach wird der Boden schlammig. In den folgenden Monaten entsteht eine komplett neue Schule mit sieben Klassenzimmern und neuen Möbeln. Die Kinder betreten die Räume laut Video zum ersten Mal, als die Kamera läuft. Schon acht Monate zuvor hatte das Team für die alte Schule eine Küche gebaut. Auch hier sollen alle Schüler fünf Jahre lang täglich kostenloses Essen erhalten. Die Zahl von sieben Räumen wird so begründet: Mehr Räume bedeuten, dass mehr Schüler kommen.

Ein Jahr Schulernährung: zehn Prozent mehr Einschulungen

An einem weiteren Standort kann das Video eine erste Bilanz ziehen. Das Schulernährungsprogramm lief dort bereits seit einem Jahr, und MrBeast sagt, das System funktioniere. Die Kinder bekommen an jedem Schultag ein Mittagessen. Deshalb seien die Einschulungen um zehn Prozent gestiegen, „Tendenz steigend“. Diesen Zusammenhang stellt MrBeast selbst her. Der Anblick der alten Klassenzimmer habe ihn damals zum Handeln bewogen. Nun bekommen die Kinder eine neue Schule mit zehn Klassenräumen. Diese sind laut MrBeast „nur eine der zehn Schulen, die wir hier aufbauen“. Ohne den Neubau hätten die Kinder jeden Tag Angst haben müssen. Nun seien sie sicher, was er „herzerwärmend“ nennt. Er fordert die Kinder auf, weiter zur Schule zu gehen.

Die erste Highschool einer Stadt: Bauen im Eiltempo und ein Büro für die Schulleiterin

Danach baut das Team die erste Highschool, die eine Stadt je hatte. Bisher gab es dort nach Angaben im Video nur eine einzige Schule für alle Schüler nach der Grundschule, und die Schulleiterin musste im Auto arbeiten. Der Bau geht schnell voran. Zuerst werden Wandelemente aufgestellt und verbunden, Wand für Wand. MrBeast gibt zu, er habe sich Schulbau eher mit „Hammer und Nagel“ vorgestellt. Die Außenhülle wird anschließend mit Beton verputzt, man „pfusche nicht“. Das Dach setzen MrBeast und 50 Freiwillige in zwei Hälften auf, was sich als schwer herausstellt. Das neuartige Baumaterial wird mit Beton verkleidet, damit die Schule über Generationen hält.

Parallel dazu wartet eine Überraschung auf die Schulleiterin. Sie bestätigt, dass sie seit zehn Jahren aus ihrem Auto heraus arbeitet und ihre Unterlagen dort aufbewahrt, weil ihr ein Büro fehlt. Neben der neuen Schule bekommt sie nun ein eigenes Büro. Außerdem erhalten die Schüler ein neues Fußballfeld. Als Partner an diesem Standort nennt das Video die Televisa Foundation.

Ecuador: zwei Schulen tief im Regenwald

Den nächsten Bau bezeichnet MrBeast als möglicherweise schwierigsten. Zwei Schulen liegen so tief im ecuadorianischen Dschungel, dass sie nach seinen Worten keine Hilfe bekommen und „sich selbst überlassen“ sind. Die Anreise dauert zwei Flüge, drei Stunden Bootsfahrt und anderthalb Stunden durchs Gelände.

Vor Ort erfuhr das Team, dass Regen die Kinder vom Lernen abhält. Unter dem Blechdach verstehe man bei Regen nichts, Unterricht sei dann unmöglich. Das Wasser stehe zudem bis über das Knie, was zu gefährlich sei. Die alten Schulen werden deshalb durch erhöhte Gebäude ersetzt, die vor Regen schützen. So können laut Video über 50 Kinder wieder zur Schule kommen. Zusätzlich ersetzt das Team eine gefährliche Holzbrücke durch eine sicherere aus Metall. Die Kinder sollen auf dem Schulweg keine Angst mehr haben müssen.

USA: ein Lernort im Freien für neurodivergente Kinder

Zurück in den USA geht es um die Hope Creek Academy, eine Schule für neurodivergente Kinder. Hier steht kein neues Klassenzimmer im Mittelpunkt, sondern ein Lernort draußen. MrBeast beruft sich auf Studien, nach denen neurodivergente Kinder im Freien besser lernen als in vollen Klassenzimmern. Gemeinsam mit Freiwilligen der Baumarktkette Lowe's entsteht ein Lernzentrum im Freien mit einem Spielhaus. Beteiligte beschreiben es als natürlichere Art von Spielplatz, der offener ist und mehr Raum für Fantasie und Kreativität bietet. Dieser Abschnitt ist zugleich eine Kooperation mit Lowe's und enthält entsprechende Hinweise auf das Engagement des Unternehmens.

Indien: sechs Räume für 400 Schüler und ein Schulbus

Die letzte Schule steht in Indien und ist nach MrBeasts Worten so überfüllt, dass hunderte Kinder kaum Platz zum Lernen finden. Auf seine Frage, wie viele Räume es für 400 Schüler gebe, lautet die Antwort: sechs. Das Team baut eine neue Schule auf drei Etagen. Weil viele Kinder zudem stundenlang im Dunkeln auf gefährlichen Straßen zur Schule laufen mussten, kauft das Team auch einen Schulbus. Eine Lehrkraft sagt, sie freue sich besonders, dass ihre Schülerinnen nun sicher ankommen. Ein Sprecher der Schule bedankt sich für das „riesige Gebäude“.

Bilanz: drei Millionen für zehn Schulen

Zum Schluss nennt MrBeast die Gesamtzahlen. Über drei Millionen fließen in die zehn Schulen, an denen im Lauf der Zeit über 18.000 Kinder lernen sollen. Dazu kommen Brunnen für sauberes Trinkwasser sowie sichere Wege durch Busse und Brücken. Die Hilfe solle nicht nur jetzt wirken, sondern über mehrere Generationen. Möglich sei das, weil die Zuschauer die Videos ansehen. Als weiteren Unterstützer nennt das Video T-Mobile mit seinem Bildungsprojekt „Project 10Million“.

MrBeast hofft, dass dies erst der Anfang ist, denn er habe „große Pläne“. Sein Ziel formuliert er als Hoffnung, nicht als Ergebnis: Im Lauf der Geschichte des MrBeast-Kanals wolle man Millionen von Leben retten und verändern.