Dreißig Tage an den Ex gekettet: Wie Suzie und Josh um 250.000 Dollar und um ihre alte Beziehung ringen

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Überblick

Zwei Menschen, die vier Jahre lang ein Paar waren und sich seit drei Jahren getrennt haben, werden mit Handschellen aneinandergekettet. Wenn sie 30 Tage durchhalten, erhalten sie 250.000 Dollar. Die Challenge von Jimmy (MrBeast) testet vor allem, ob zwei Ex-Partner auf engstem Raum miteinander auskommen. Im Lauf der Tage wird die Kette immer kürzer, die Angebote werden immer verlockender, und am Ende steht eine Frage im Raum: Nimmt einer von beiden die gesamte Summe für sich und lässt den anderen leer ausgehen?

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Die Regeln: Wer aufgibt, lässt beide verlieren

Zu Beginn nehmen Suzie und Josh die Augenbinden ab und erfahren erst dann, mit wem sie die nächsten 30 Tage verbringen sollen. Auf die Frage, wann sie zusammen waren, antworten sie: vor drei Jahren. Josh sagt, Suzie habe mit ihm Schluss gemacht. Suzie hält dagegen, er sei noch immer verbittert. Jimmy betont, dass er niemanden zwingen könne. Sobald die Handschellen aber angelegt sind, läuft die Challenge. Beide stimmen zu.

Die Grundregel lautet: Wenn einer aufgibt und die rote Linie überschreitet, werden beiden sofort die Handschellen abgenommen. Das Video endet dann, und niemand gewinnt etwas. Suzies erste Reaktion ist eher Unglauben: „Mein Ex-Freund? Im Ernst, Jimmy?“

Die beiden ziehen in ein eingerichtetes Haus mit Küche, Trainingsbereich und getrennten Betten. Jimmy zeigt außerdem eine Geheimtür, deren Bedeutung vorerst offenbleibt. Auch die praktischen Fragen werden gleich geklärt: Beim Duschen und beim Toilettengang muss die Kette durch eigens dafür vorgesehene Öffnungen geführt werden. Wer die Handschellen abnimmt, beendet das Video.

Das Video erinnert daran, dass Suzie schon einmal an einer ähnlichen Challenge teilgenommen hat. Damals verbrachte sie 100 Tage mit einem Fremden in einem Raum. Diesmal ist sie mit jemandem eingesperrt, den sie „nur zu gut kennt“.

Die ersten Tage: 18 Meter Abstand und viel Schweigen

Anfangs sind die beiden mit einer 18 Meter langen Kette verbunden. Damit können sie weitgehend getrennte Leben führen, und genau das tun sie auch. Suzie erzählt, sie habe mit viel mehr Nähe gerechnet und davor etwas Angst gehabt. Die Stimmung ist angespannt. Beide überlegen, ob sie überhaupt gemeinsam essen wollen. Als Josh duscht, nutzt Suzie die Gelegenheit, ihre Nervosität auszusprechen: vier Jahre zusammen, drei Jahre getrennt und nun gemeinsam eingesperrt. Irgendwann müsse jemand anfangen zu reden.

Josh gibt offen zu, an einem Tag hart zu ihr gewesen zu sein. Sie verdiene das, weil sie ihn verlassen habe. Über die eigentlichen Probleme wolle er erst später sprechen, zunächst wolle er sich eingewöhnen. Laut Erzähler herrscht in diesen Tagen „ständige Stille“. Es laufe so schlecht, dass man sich frage, ob eine kürzere Kette die beiden näher zusammenbringen oder endgültig entzweien würde.

Tag 5: Die Kette halbieren für 25.000 Dollar

Am fünften Tag kommt das erste Angebot. Die Kette wird auf jeden Fall kürzer, die beiden dürfen aber wählen. Option eins ist eine 15-Meter-Kette, also drei Meter kürzer als bisher. Option zwei ist eine 9-Meter-Kette, die bisherige Länge halbiert. Dafür kämen 25.000 Dollar zum Preisgeld hinzu.

Zuerst wehrt einer der beiden ab, die Kette sei zu kurz. Dann fällt ein Satz, der die Stimmung gut einfängt: Man sei sich vier Jahre lang umsonst nahe gewesen, da könne man für Geld auch etwas näher zusammenrücken. Beide stimmen der Halbierung zu, und die Kette wird gekürzt. Anschließend heißt es, man bereue nicht, das zusätzliche Geld genommen zu haben. Noch wisse man aber nicht, wie stark die Einschränkung wirklich sei.

Das zeigt sich schon nach weniger als 24 Stunden. Wenn Josh duscht, muss Suzie am Tisch sitzen, weil die Kette nicht mehr bis zum Bett reicht. Um vier Uhr morgens weckt Josh sie, weil er auf die Toilette muss. Das Zusammenleben wird spürbar unbequemer.

Streit über Witze, Respekt und Bloßstellung

Aus der räumlichen Enge wird schnell ein persönlicher Konflikt. Es kommt zu kleinen Sticheleien: Josh bezeichnet sich spöttisch als „unreif“, Suzie nennt ihn „widerlich“ und einen „Idioten“. Suzie sagt, die Challenge wäre mit einem Fremden einfacher.

Der eigentliche Streit entzündet sich an einem Kommentar von Josh. Suzie empfindet ihn so, als wolle er sie verspotten und hoffe, dass andere mitmachen. Sie wirft ihm vor, sie nicht zu respektieren. Josh antwortet mit Sätzen wie „Du bist echt völlig abgedreht“ und einer Anspielung auf „Suzie in der Psychiatrie“. Aus seiner Sicht übertreibt sie alles. Es sei nur ein Kommentar gewesen, und er hasse sie nicht.

Suzie macht deutlich, worum es ihr geht: Es sei peinlich, so etwas über jemanden zu sagen, wenn so viele Leute zuschauen. Sie denke nicht an Witze, sondern daran, wie sie behandelt werde. Josh kontert, bei ihr drehe sich alles um sie, sie sei die Hauptfigur und er nur „das Zubehör“. Suzie widerspricht, sie seien gleichberechtigte Partner.

Schließlich lenkt Josh ein. Er entschuldigt sich und sagt, er verstehe ihren Standpunkt. Der einzige Weg, das hinter sich zu lassen, sei aber, es zu vergessen. Beide wollen die 30 Tage schaffen. Josh fasst ihr Ziel so zusammen: durchhalten, gewinnen und „nie wieder miteinander reden“. Dann einigen sie sich auf einen Neuanfang.

Tag 10: Kürzere Kette, dafür eine neue Raumaufteilung

An Tag 10 wird die Kette kostenlos um weitere drei Meter gekürzt. Weil schon die letzte Kürzung Probleme mit dem persönlichen Raum verursacht hat und in den kommenden Tagen weitere Kürzungen gegen Geld anstehen, macht Jimmy ein einmaliges Zugeständnis: Die Möbel werden abgebaut, die beiden dürfen sie bis Mitternacht mit Hilfe eines Teams beliebig umstellen, danach werden sie endgültig befestigt.

Suzie und Josh rücken die Möbel aus allen Bereichen zusammen und konzentrieren sich vor allem auf eine Zone, in der Bad und Bett direkt nebeneinander liegen. Ihnen ist klar, dass sie mit dieser Anordnung die restlichen 20 Tage leben müssen. Ihr Fazit: Damit könne man überleben.

Laut Erzähler hebt die gemeinsame Aktion die Stimmung. Die Kette ist kürzer, doch vorerst gibt es keine Probleme. Auf die Frage, was ihr Sorgen bereite, antwortet Suzie: zu nah beieinander zu sein.

Aus Gegnern werden wieder Freunde

Auch wenn es weiterhin Diskussionen gibt, beginnt die Kette die beiden laut Erzähler zusammenzubringen. Aus Langeweile kleben sie ein Herz aus Lunchly-Packungen an die Wand. Sie finden auch Kompromisse: Josh will im Liegen schreiben, Suzie auf dem Laufband gehen, also richten sie sich so ein, dass beides gleichzeitig möglich ist. Sie beschließen, zusammenzuarbeiten, um die Challenge zu überstehen, und besiegeln das mit „Freunde? – Freunde.“

Mit der neuen Nähe stellt sich Josh immer wieder die Frage, warum die Beziehung damals gescheitert ist. Er sucht das Gespräch. Laut Suzie war es keine schlimme Trennung. Sie hätten unterschiedliche Dinge gewollt. Ein wiederkehrendes Problem sei für sie das Gefühl gewesen, ihm immer sagen zu müssen, was sie wolle. Falls sie es noch einmal versuchen wolle, müsse sie zuerst spüren, dass alles ganz anders sei als vorher.

Dann erzählen beide, wie es ihnen nach der Trennung ging. Josh sagt, er habe heftig geweint, weil er sich so allein fühlte. Suzie erzählt, auch sie habe geweint. Sie sei ihm zwar nicht gefolgt, habe sein Instagram aber nie vergessen und alle zwei Wochen danach gesucht. Es sei seltsam gewesen, sein Leben von außen zu sehen, nachdem sie so lange ein Teil davon gewesen sei. Es habe sich angefühlt, als sei ihr Herz in zwei Teile gebrochen. Sie sei noch wahnsinnig in ihn verliebt gewesen, als sie ihn verließ, und habe ihn eigentlich nie verlassen wollen. Schließlich sagt sie, sie glaube nicht, je wirklich aufgehört zu haben, ihn zu lieben.

Später beschreibt Suzie die Challenge als „erleuchtend“, weil sie Josh in einem neuen Licht sehe. Sie hat aber einen Vorbehalt: Was in diesem Haus passiere, bilde nicht ab, wie das Leben in der Realität sei.

Isolation und das abgelehnte Angebot an Tag 15

Trotz der Fortschritte macht Josh die Abschottung von der Außenwelt zunehmend zu schaffen. Er habe sein ganzes Leben zurückgelassen, um hier zu sein, und merke das erst jetzt. Seit zwei Wochen sei er nicht draußen gewesen. Er sagt, es gehe ihm mental nicht gut.

Darauf reagiert das Angebot an Tag 15: Die beiden können einen Außenbereich freischalten, der ihren Platz verdoppelt und ihnen jederzeit uneingeschränkten Zugang zum Hof gibt. Der Haken ist, dass sie dafür auf eine Drei-Meter-Kette wechseln müssten.

Die Abwägung fällt schwer. Draußen könnten sie Sonnenauf- und -untergang sehen, und Josh hat die frische Luft gefehlt. Andererseits würde die Kette auf einen Schlag halbiert, und das nach nur der Hälfte der Zeit, ohne zu wissen, wie viel Bewegungsfreiheit dann noch bleibt. Ein Argument lautet: Wer so etwas nur tue, um rauszukommen, werde es immer wieder tun. Man könne auch ohne Sonnenlicht auskommen. Dagegen steht die Sorge, später eine verpasste Chance zu bereuen. Am Ende lehnen sie ab und müssen nach einem Zehn-Sekunden-Countdown wieder hinein.

Die Entscheidung setzt Josh zu. Am nächsten Tag nennt er die Situation deprimierend, es sei der längste Monat seines Lebens. Er habe etwas Großes erwartet, doch nichts sei passiert. Er habe das Gefühl, verrückt zu werden, und möchte nach Hause.

Die Geheimtür, ein Frühstück und ein Beziehungshandbuch

Suzie beschäftigt vor allem die Geheimtür. Sie scherzt, dahinter könnten Teslas stehen. Das Video erklärt den Hintergrund: In einem früheren Video hatte Suzie eine Mystery Box abgelehnt, die 50.000 Dollar und ihr Lieblingsauto, einen Tesla, enthielt. Das habe sie „zerstört“. Falls hinter der Tür ein Tesla stehe, müssten sie ihn nehmen, sagt sie, schon als persönliche Revanche.

Weil Josh so niedergeschlagen ist, macht Suzie ihm Frühstück ans Bett, mit Speck und Eiern in Herzform. Josh ist verwirrt und fragt sich, was diese Geste bedeuten soll, denn so etwas mache man nicht für jeden. Um Suzie zu verstehen, greift er laut Erzähler zu etwas, das er „am allermeisten hasste“: Er liest ein Handbuch über Frauen. Er zitiert daraus Passagen, etwa dass beim „Tanz zwischen Männern und Frauen“ die Frauen die Kontrolle hätten und ihre Handlungen subtil seien. Als Zeichen des Interesses nennt das Buch direkten Blickkontakt, Lächeln und wiederholtes Hinschauen. Josh kommt zu dem Schluss, dass Suzie ihn mag.

In diese Zeit fällt auch eine Entdeckung: Suzie trägt noch den Ring, den Josh ihr einst geschenkt hat, wenn auch nur ab und zu. Sie habe nichts aus der Beziehung wegwerfen können. Josh wiederum deutet an, dass er eine einzige Sache habe verkaufen müssen. Was es war, will er erst in der letzten Nacht verraten. Er sagt, er habe es ihr nie erzählt, weil er zu viel Angst gehabt habe. Suzie gibt zu, dass sie darauf brennt, es zu erfahren. Wenn sie irgendetwas bis zum Ende im Haus halte, dann diese Information.

Tag 20: Fünf Angebote, zwei Teslas und eine 1,5-Meter-Kette

An Tag 20 präsentiert Jimmy fünf Tabletts mit fünf Wegen, die Geheimtür zu öffnen. Die Angebote werden nacheinander aufgedeckt. Wer annimmt, bekommt, was hinter der Tür steht. Wer ablehnt, sieht das nächste Angebot, riskiert aber, das beste bereits ausgeschlagen zu haben.

Das erste Angebot kostet 50.000 Dollar. Suzie vermutet, man setze auf ihre Nervosität, und lehnt ab. Das zweite Angebot kostet 100.000 Dollar vom Gewinn, auch das lehnen sie ab, in der Annahme, das letzte Angebot werde das beste sein. Das dritte lautet: minus 25.000 Dollar und eine Kette von nur noch 1,5 Metern, bei noch zehn verbleibenden Tagen. Jimmy erinnert Suzie an die abgelehnte Mystery Box. Suzie will unbedingt sehen, was hinter der Tür ist, und die beiden nehmen an. Josh sagt, sie täten es „für dich“.

Danach deckt Jimmy auf, was sie verpasst hätten: Angebot vier hätte 25.000 Dollar gekostet, die Kette wäre aber gleich lang geblieben. Angebot fünf wäre kostenlos gewesen. Hinter der Tür stehen zwei Teslas, einer für jeden. Suzie ist überwältigt. Sie wisse, es sei nur ein Auto, aber sie sei so dankbar. Josh nennt das Ganze scherzhaft „ein Lösegeld“, und genannt wird ein Wert von 40.000 Dollar pro Auto. Suzie spricht vom schönsten Tag ihres Lebens.

Der Preis zeigt sich sofort. Mit 1,5 Metern Kette ist schon Händewaschen schwierig. Man könne nicht einmal die Hand heben, zwei Dinge gleichzeitig zu tun sei unmöglich, und die Kette reiche nicht mehr bis in die Dusche. Beide fürchten, dass sie das schnell auslaugen wird.

Das Date: Was Josh aus dem Handbuch lernt

Während Josh vor dem Bad wartet, liest er weiter in seinem Buch. Die Ratschläge verändern laut Erzähler sein Verhalten: Er rückt Suzie den Stuhl zurecht, öffnet Türen, stellt sie ins Zentrum des Gesprächs und stellt offene Fragen. Er erfährt, dass Suzie ihr neues Auto „Suzie“ nennen will.

Den entscheidenden Punkt findet er im letzten Kapitel: Wer kein Date plant, bei dem sie sich besonders und wichtig fühlt, macht einen Fehler. An dieser Stelle, so Josh, habe er die Beziehung ruiniert. Sie seien damals drei Monate lang nicht ausgegangen, er habe keine besonderen Dates geplant und nicht darauf geachtet, was sie wollte. Suzie ergänzt aus ihrer Sicht, sie hätte ihm auch die kleinsten Erwartungen mitteilen müssen.

Josh bespricht die Idee mit einem Produzenten, und das Team richtet ein Date mit echten Kerzen ein. Die beiden machen einander Komplimente, Josh bittet Suzie, Platz zu nehmen. Suzie sagt, sie kämen sich emotional wieder näher. Das mache ihr aber auch Angst, weil sie wisse, wie es beim ersten Mal geendet habe. Für Josh ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Er fragt, ob er sie nach der Challenge zu einem echten Date außerhalb des Hauses einladen dürfe, und Suzie sagt zu. Josh nennt es ein schönes Wiedersehen nach drei Jahren, Suzie einen der schönsten Tage im Haus. Gleichzeitig ist sie nervös, weil sie nicht wisse, was als Nächstes passiere.

Tag 25: Die Schlüssel und eine neue Regel

An Tag 25 verändert Jimmy die Challenge grundlegend. Er gibt beiden die Schlüssel zu ihren Handschellen. Bisher hieß Abnehmen, dass beide verlieren. Ab jetzt gilt: Wer vor dem Ende die Handschellen abnimmt, bekommt die gesamten 250.000 Dollar und beide Teslas, der andere geht leer aus. Zusätzlich wird die Kette ab sofort jeden Tag um 30 Zentimeter kürzer. Jimmy weist darauf hin, dass sie sich das nicht antun müssten, schließlich könnten sie die Handschellen jederzeit abnehmen.

Damit beide einschätzen können, was der andere vorhat, wird ein Lügendetektor aufgebaut, betreut von einer Expertin für Lügenerkennung. Die Fragen wurden auf Grundlage der Vlogs der beiden vorbereitet.

Der Lügendetektor: Josh auf dem heißen Stuhl

Zuerst wird Josh befragt. Ob er je an Suzies Treue gezweifelt habe, auch nachdem sie ihn verlassen hatte, verneint er, und das Ergebnis gilt als wahr. Ob er seit Beginn der Challenge je gedacht habe, allein ginge es ihm besser, verneint er ebenfalls. Hier schlägt das Diagramm laut Kommentar aus wie „der Everest“, die Antwort wird als Lüge gewertet.

Dann kommt die heikelste Frage: Würde er die ganzen 250.000 Dollar stehlen? Josh antwortet: „Ich glaube nicht.“ Die Expertin sagt, er habe darauf reagiert, und verlangt ein klares Ja oder Nein. Josh sagt Nein, doch sie will die Antwort so nicht durchgehen lassen. Suzie sagt anschließend, das lasse sie mehr zweifeln, sie sei ein bisschen verängstigt.

Suzie wird befragt

Danach darf Josh Suzie Fragen stellen. Ob sie je etwas verheimlicht habe, von dem sie wusste, dass es ihn verletzen würde, bejaht sie, und das Ergebnis gilt als wahr. Als Beispiel nennt sie, wie nah sie jemand anderem gekommen sei, während sie getrennt waren. Darüber will sie im Moment nicht sprechen.

Ob sie glaube, dass er sie in irgendeiner Weise zurückhalte, bejaht sie ebenfalls, wieder als wahr gewertet. Sie erklärt, die Zukunft außerhalb dieses Hauses sei schwer vorstellbar und im Moment nicht klar zu erkennen. Ob er in ihrer perfekten Zukunft vorkomme, bejaht sie auch, was ebenfalls als wahr gilt. Josh fällt der Widerspruch auf: In ihrer perfekten Zukunft sei er dabei, gleichzeitig halte er sie zurück. Suzie antwortet, er solle ihr zeigen, was es bedeuten würde, wieder zusammenzukommen.

Auf die Frage, ob sie die Kette abnehmen werde, sagt sie Nein, als wahr gewertet. Ob sie je aufgehört habe, ihn zu lieben, verneint sie ebenfalls, wieder als wahr gewertet. Josh selbst hatte dagegen auf die Frage, ob er die Kette abnehmen wolle, keine eindeutige Antwort gegeben.

Misstrauen nach dem Test

Nach dem Test ist die Spannung spürbar. Suzie spricht Josh darauf an, dass er offenbar das Geld nehmen würde. Josh nennt das eine ehrliche Antwort und rechtfertigt sich: Suzie habe in früheren Videos bereits etwa 200.000 Dollar gewonnen, er sei trotzdem hier und strenge sich genauso an wie sie. Es sei nur ein Gedanke gewesen, so kämen sie früher raus. Allein vor der Kamera wird er deutlicher: Er könne den Raum buchstäblich mit dem Geld verlassen. Sie habe ihn verlassen, und das wäre die „perfekte Rache“.

An Tag 26 ist die Kette nur noch 1,2 Meter lang. Jimmy bringt eine schalldichte Kabine mit, in der jeder sagen kann, was er denkt, ohne dass der andere es hört. Josh spricht darin über den schwierigen Vortag und über die Möglichkeit, die Handschellen abzunehmen. Er äußert auch die Überlegung, dass bei jemandem, der noch Groll über die Beziehung und die Trennung hegt, Rache ein Motiv sein könne. Suzie sagt in ihrer Runde über Josh, er habe beim Test sofort Ja gesagt, als hätte er das Geld mehr verdient. Auf die Frage, ob er nicht mit 250.000 Dollar hinausgehen werde, antwortet Josh ausweichend. Er rechnet vor, mit dem Geld könne er zwei bis drei Jahre ohne Arbeit leben, und sagt, er werde es „wahrscheinlich“ tun.

Die letzten Tage: 90, 60 und 30 Zentimeter

Mit jeder Kürzung wächst die Gereiztheit. Josh sagt, er versuche geduldig zu sein, aber Suzie sei langsam und mache ihn manchmal wütend. Suzie beklagt, Josh zwinge sie, seine Aufgaben mitzumachen, indem er sie hochhebe und dorthin trage, wo er hinwill. Das sei nicht nett. An Tag 27, mit 90 Zentimetern Kette, sagt sie, nichts ohne Josh direkt neben sich tun zu können, mache sie wahnsinnig. Einmal zieht er sie ohne Vorwarnung in die Küche, weil er etwas trinken will.

An Tag 28 sind es nur noch 60 Zentimeter. Josh beschreibt, wie sich die Wahrnehmung verändert habe: Früher sei ein kleiner Zusammenstoß in der Küche ein „Sorry, mein Fehler“ gewesen, jetzt bringe ihn jeder Kontakt dazu, aufgeben zu wollen. Er wolle nur noch raus, ihre Gespräche hätten keinen Bezug mehr, und er könne einfach gehen. Suzie berichtet, Josh habe aus dem Nichts gesagt, er könne jederzeit gehen. Das mache ihr Sorgen.

Das Geständnis: Der Verlobungsring

Bevor die Kette auf 30 Zentimeter schrumpft, fordert Jimmy Josh auf, sein Geheimnis zu lüften. Josh erzählt, er habe in den letzten acht Monaten der Beziehung für einen Verlobungsring gespart und ihn auch gekauft. Geplant war, Suzie während eines Urlaubs mit ihrer Familie unter einem Wasserfall einen Antrag zu machen. Doch sie trennten sich vorher. Danach verkaufte er den Ring und kaufte sich davon ein Motorrad.

Suzie ist zu Tränen gerührt und weiß zunächst nicht, was sie sagen soll. Josh entschuldigt sich, sie antwortet, es sei schon gut. Immerhin habe er ein Motorrad bekommen. Später sagt sie, nun wisse sie, dass seine Absichten von Anfang an gut gewesen seien, und sie sehe wieder eine Zukunft mit Josh.

Die letzte Nacht und der Countdown

Die letzte Nacht verbringen die beiden neben dem Geld, mit 30 Zentimetern Kette. Suzie nennt die Erfahrung insgesamt unglaublich, will aber nur noch raus und hat Angst vor den letzten 24 Stunden. Sie weist darauf hin, dass sie beim Test klar Nein gesagt habe, von Josh aber nie eine eindeutige Antwort bekommen habe. In den letzten Tagen habe sie wirklich befürchtet, er könnte die Handschellen abnehmen.

Josh wägt allein vor der Kamera ab. 250.000 Dollar würden sein Leben „mehr als zur Hälfte“ verändern. Nach der Trennung habe er sich lange verloren und einsam gefühlt. Zugleich sagt er, es wäre nicht richtig, ihr das Geld zu nehmen. Kurz darauf erinnert er Suzie daran, dass sie nach der Trennung drei Jahre nicht miteinander gesprochen hätten. Er könne das ganze Geld nehmen und danach nie wieder mit ihr reden. Er schiebt nach, das sei „nur mal so“ gesagt.

Am Ende kommt Jimmy zurück. In den letzten zehn Minuten spielt er Ausschnitte aus dem Lügendetektortest ab: Suzies Antwort, dass Josh sie zurückhalte, und Joshs zögerliches „Ich glaube nicht“ auf die Frage nach dem Diebstahl. Beide könnten jetzt 125.000 Dollar bekommen, es sei denn, einer nimmt die Handschellen ab. Josh spielt mit der Spannung und spricht von der „perfekten Rache“. Mit 16 Sekunden auf der Uhr sagt er, sie verdiene die Hälfte, und fügt hinzu, vielleicht verdiene er alles.

Dann sagt Josh, was er Suzie mitteilen möchte, wenn das Video erscheint: Er habe nie ganz aufgehört, sie zu lieben, und dieses Gefühl immer bei sich getragen. Er habe so viel Liebe für sie im Herzen gehabt, dass er nicht habe weitermachen und jemand anderen lieben können. Noch einmal fragt er, ob er sie nach der Challenge zu einem echten Date einladen dürfe. Suzie sagt Ja. Kurz darauf erklärt sie, Josh habe nur gescherzt, er habe das Gesicht eines Spaßmachers. Josh bestätigt: Er werde es nicht tun.

Der Countdown läuft ab, ohne dass jemand die Handschellen abnimmt. Beide sind frei und erhalten jeweils 125.000 Dollar. Auf Jimmys Frage, wie es nun mit ihnen weitergehe, reagiert er mit einem überraschten „Damit habe ich nicht gerechnet!“ und dem Eindruck, dass die beiden jetzt glücklich seien. Ob aus der Zusage zum Date tatsächlich ein Neuanfang wird, lässt das Video offen.