50 YouTube-Legenden spielen um eine Million Dollar für ihre Abonnenten

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Überblick

Zur Feier von 500 Millionen Abonnenten versammelt MrBeast (Jimmy) 50 YouTuber, die die Plattform in ihren frühen Jahren geprägt haben, in einem großen Würfel. Wer als Letzter übrig bleibt, gewinnt eine Million Dollar, allerdings nicht für sich selbst, sondern für die eigenen Abonnenten. Jimmy rahmt das Video als Dank: Ohne diese YouTuber wäre er nach eigener Aussage nicht da, wo er heute ist. Er wolle sich bei denen revanchieren, die ihn inspiriert haben. Die Spiele greifen deshalb bewusst alte YouTube-Trends auf, vom Bottle Flip über den Harlem Shake bis zu Minecraft.

13 Min. Lesezeit

Ein Klassentreffen der frühen YouTube-Jahre

Schon die Vorstellung zeigt, worum es geht. Jimmy sagt, wenn man seinen alten Computer nehme und nachsehe, welche Kanäle er mit 17 abonniert hatte, dann sei das genau dieser Würfel. Er erzählt, er habe damals zu FaZe gewollt, sei aber nicht genommen worden. Ein Teilnehmer, der einmal Platz fünf der meistabonnierten Kanäle war, sagt über sich selbst, er habe wohl „den größten Absturz in diesem Würfel“ erlebt. Vorgestellt werden außerdem Fred als erster YouTuber mit einer Million Abonnenten, die Call-of-Duty-Kanäle, die laut Jimmy vor 15 Jahren die „Könige von YouTube“ waren, und Chad, einer der Mitgründer von YouTube. Zwei Teilnehmende vergleicht Jimmy mit Speed und Kai Cenat, „nur von vor zehn Jahren“.

Mehrere Teilnehmende beschreiben das Treffen als Wiedersehen; jemand sagt, einige der Anwesenden habe man zehn Jahre nicht gesehen, ein anderer spricht von einem Klassentreffen. Ein Teilnehmer sagt zu Jimmy, ohne ihn wäre er Walmart-Angestellter. Auf die Frage, wie sich 500 Millionen Abonnenten anfühlen, antwortet Jimmy mit „unwirklich“.

Spiel 1: Welcher Lamborghini ist aus Kuchen?

Vor den Teilnehmenden stehen fünf Lamborghinis, einer davon ist aus Kuchen. Wer weiterkommen will, muss sich zu einem echten Wagen stellen. Wer den Kuchen-Lamborghini wählt, ist eliminiert. Die Diskussion zeigt, wie schwer die Aufgabe ist: Verschiedene Teilnehmende tippen auf die Zwei, Drei, Vier oder Fünf. Jemand findet die Spiegelung von Nummer zwei beunruhigend; andere halten die Vier für verdächtig, weil deren Fenster nicht genug glänzen und weniger Licht reflektieren als die anderen. Ein Teilnehmer gibt zu, selbst einen Lambo zu besitzen und den Unterschied trotzdem nicht zu erkennen.

Taktik spielte ebenfalls eine Rolle. Als Corridor Digital den Platz verließ, um genauer hinzusehen, nutzte jemand die Lücke. Roman Atwood, Dude Perfect und Philip DeFranco wechselten ebenfalls die Position, DeFranco nach eigener Aussage mit der Überzeugung „Vier ist Kuchen“. Die Auflösung bestätigt das: Die Vier war aus Kuchen. Die dort Stehenden, die nach eigenen Worten wussten, dass sie falsch standen, aber „gefangen“ waren, schieden aus. Die Übrigen wurden in Teams eingeteilt.

Spiel 2: Bottle Flip als Staffel

Das zweite Spiel greift einen Trend auf, den Jimmy als vermutlich einen der Mega-Trends der YouTube-Geschichte bezeichnet. Dude Perfect hat laut Video über eine Milliarde Aufrufe mit Bottle-Flip-Tricks. Die Regel: Aus jedem Team kommt ein Spieler nach dem anderen nach vorne und versucht es so lange, bis ein Flip gelingt. Die ersten drei Teams, in denen alle zehn Mitglieder einen Flip geschafft haben, kommen weiter, das letzte Team scheidet aus. Als Tipp nennt Dude Perfect, das Schlimmste sei, die Flasche nicht genug zu rotieren.

Der Wettkampf verlief ungleichmäßig. Casey (Neistat) brauchte lange, während Jimmy ihn als „Baby Beast“ ablenkte, das Casey als Helden verehrt habe. Evan Fong von Vanoss, der laut Jimmy inzwischen Musik macht, tat sich ebenfalls schwer. Begleitet wurde sein Versuch von seiner eigenen Musik und einem „Just do it!“-Clip. Team Orange setzte sich durch, zu dem unter anderem jemand von Epic Rap Battles of History gehörte. Danach kamen die Teams Grün und Pink weiter, letzteres nach einer Zitterpartie mit Eva, Devan und Bailey. Team Blau schied aus. Darunter waren Fousey und ein Teilnehmer, der beklagte, er habe nicht einmal flippen dürfen. Jimmy kommentiert, er habe viele der Teilnehmenden früher geschaut und sehe sie nicht gern verlieren.

Spiel 3: Schaufensterpuppen und der Harlem Shake

Hinter einem Vorhang standen hunderte Schaufensterpuppen. Fünf davon waren echte Menschen, und die ersten 15, die alle fünf richtig benannten, kamen weiter, die anderen 15 schieden aus. Als Hilfe und zugleich als Nostalgie-Element spielte Jimmy den Harlem Shake: Wenn der Beat stoppt, bewegen sich die Menschen leicht. Auf die Frage nach dem Urheberrecht antwortet Jimmy, man habe die Rechte eingeholt.

Die Teams organisierten sich: Alle bewegten sich im Uhrzeigersinn ohne Überschneidungen und teilten die Puppen untereinander auf. So konnte der erste Teilnehmer bald alle Antworten eingeben, darunter die Nummern 104 und 42. Allerdings guckten nicht nur Teammitglieder die Lösungen ab. Mehrere Spieler gaben offen zu, die Antworten von anderen Teams „gemopst“ zu haben, darunter Jelly. Am Ende gab es viele prominente Abgänge. Jimmy zählte dazu den „besten Trickshotter der Welt“, den „größten Vlogger“, SmileMore, FaZe („Ich wollte einer von FaZe sein!“), die Clown Gang („das war meine Kindheit“), die Vanoss-Crew und schließlich Casey. Ein Spieler, der sich nachträglich unter die Top 15 gemogelt hatte, wurde erwischt und musste gehen.

Spiel 4: Der Boden ist Lava, in Dreierketten

Von den 15 Verbliebenen sollten neun ausscheiden. Das Spiel war eine Variante von „Der Boden ist Lava“: Die Spieler mussten sich in frei gewählten Dreiergruppen zusammenketten und bekamen je zwei Kreise. Auf einen Kreis tritt man, legt den anderen vor sich hin und so weiter, bis man auf der anderen Seite ist. Berührt ein Mitglied die Lava, scheidet das ganze Team aus. Nur die ersten zwei Teams kamen weiter. Die Spieler trugen Helme, weil jemand bei der Probe gestürzt war. Ein Teilnehmer erinnert sich, vor sechs, sieben Jahren selbst ein Lava-Video gedreht zu haben.

Die Teams gingen unterschiedlich vor. Philip DeFrancos Team stand auf einem Kreis, schob den anderen nach vorne und trat dann darauf. Ali-A trug Maybaby auf dem Rücken. Das Team von Marques (Brownlee) versuchte zu schlittern. Jimmy mahnte zur Langsamkeit, weil Hast nur den anderen helfe. Die Teams von Marques und Jacksfilms fielen zurück, ein erstes Team erreichte das Ziel. Um den zweiten Platz lieferten sich die Teams von Jelly und Coby ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Jimmy entschied per Videobeweis auf einem iPad: Ali war zuerst da, und Chad hatte zudem die Lava berührt. Damit wurde ausgerechnet der YouTube-Mitgründer eliminiert. Ein Ausgeschiedener bedankte sich bei Chad für die Plattform, dank der all diese Menschen ihr Leben verändern und Milliarden Menschen weltweit erreichen konnten.

Die Eliminierten bekommen eine neue Rolle

Die Ausgeschiedenen warteten in einer Lounge, die im Video als Motrin-Lounge präsentiert wird. Dort eröffnete Jimmy ihnen, dass sie für die finale Challenge zurückkehren und entscheiden würden, wer am Ende gewinnt. Ein Teilnehmer reagierte mit „Das ist krank“, ein anderer sagte, er würde für eine Million Dollar alles tun.

Spiel 5: Scharfer oder milder Chip

Für die letzten sechs ließ Jimmy die Sidemen eine Challenge auswählen. Er merkt an, KSI sei bei der Aufnahme des Clips noch dabei gewesen, habe inzwischen aber aufgehört; er verwende den Clip trotzdem. Die Aufgabe: die schärfsten Chips der Welt essen. Laut Video haben sie über zwei Millionen Einheiten auf der Scoville-Skala. Jeweils zwei Spieler treten gegeneinander an. Einer wählt verdeckt zwischen einem scharfen und einem milden Chip und isst ihn. Der andere muss am Verhalten erraten, welcher es war. Liegt er richtig, kommt er weiter, sonst kommt der Esser weiter. Wer die Rolle wählen darf, entscheidet das älteste Video auf dem eigenen Kanal.

May hatte das älteste Video, entschied sich fürs Essen und wählte Ali-A als Gegner, nach eigener Aussage nur, weil Ali in der Mitte stand. May biss groß ab und machte ein Pokerface. Ali-A beobachtete, May wirke zu versessen darauf, den Chip nicht scharf aussehen zu lassen. Ali entschied sich nach eigenen Worten für die „logische Antwort“ und tippte auf den milden Chip. Das war richtig, May schied aus.

Als Nächstes kam CuteGirlsHairstyles an die Reihe, von der laut Jimmy eine ganze Generation von Frauen das Frisieren gelernt hat. Sie wollte den Chip nicht essen und bestimmte Jelly als Esser. Jelly aß den ganzen Chip ohne Schweiß und Tränen und sagte, man habe das bekommen, was man wollte, „und ich krieg ein Video. Alle gewinnen.“ CuteGirlsHairstyles tippte auf mild, doch Jelly hatte den scharfen gegessen und bat danach um Milch. Jelly kam weiter.

Im letzten Duell hatte JC das ältere Video (2010, gegenüber DeFrancos ältestem Video von 2017). JC überließ „meinem Freund Phil“ den Chip, um nicht durchmachen zu müssen, was Phil durchmacht. Während Phil kaute, bot Jimmy ihm Feastables-Schokomilch an. JC achtete auf glasige Augen und fehlenden Schweiß und schloss aus der bisherigen Abfolge, zuerst mild, dann scharf, dass Phil es mild angehen wolle. Phil hatte aber den scharfen gegessen. Im Gespräch fiel der Satz, „Hot Ones“ sei im Vergleich leicht gewesen. Damit standen Ali-A, Jelly und Philip DeFranco im Finale.

Was die Finalisten mit der Million vorhatten

Vor dem letzten Spiel erklärten die Finalisten ihre Pläne. Einer wollte Fans in Not mit Gaming-Zubehör und Spielkonsolen helfen. Ein anderer nannte 20.000 Dollar an 50 Personen. Der dritte wollte das ganze Video in einem Videospiel nachbauen, damit die eigenen Fans um das Geld kämpfen, wahrscheinlich um je 50.000 Dollar pro Spiel.

Finale: Minecraft-Häuser, bewertet von den Ausgeschiedenen

Als „bedeutendstes Spiel von YouTube“ und Grundstein seiner und vieler anderer Karrieren wählte Jimmy Minecraft. Es sei das beliebteste Game der Welt und sein erstes Video auf dem Kanal gewesen. Die Finalisten bekamen unbegrenztes Baumaterial in physischer Form und eine Stunde Zeit, um ein Minecraft-Haus zu bauen. Die Erfahrung war ungleich verteilt: Zwei Finalisten gaben an, rund 2000 Minecraft-Videos gemacht zu haben, Philip DeFranco keines. Die eliminierten YouTuber sollten anschließend abstimmen, die meisten Stimmen gewinnen.

Jelly baute ein Baumhaus, Ali-A ein Haus mit Bäumen links und rechts, und Phil eine Art Festung. Phil sagte, er habe das Stapeln der Blöcke unterschätzt. Er erzählte, er spiele Minecraft mit seinen Kindern, und sein Sohn, ein Hobbygärtner, würde sich über die Rosenbüsche freuen. Jimmy und Jelly gaben zur Halbzeit zu, nicht zu wissen, was Jelly vorhatte. In der Bauzeit überraschte YouTube-CEO Neal (Mohan) Jimmy mit einem Geschenk zu den 500 Millionen Abonnenten in den Farben des Kanals.

Die Abstimmung

Als erster Wähler trat CaptainSparklez an, laut Jimmy vermutlich der berühmteste Minecraft-YouTuber. CaptainSparklez schätzte die eigene Spielzeit auf „so ein Jahr“. Jelly präsentierte das Baumhaus mit Leiter und Seiteneingang, „falls zum Beispiel Füchse oder Eichhörnchen auf den Baum wollen“. Ali-A erklärte, man schließe beim Hineingehen die Tür, lasse die Mobs draußen und die Nacht verstreichen. Phil sagte, er habe rund 40 Stunden gespielt. Sein Sohn schimpfe gern über seine Holzwahl, deshalb sei dieser Bau für ihn, ihr erster gemeinsamer. CaptainSparklez stimmte für Ali-A, weil der die beeindruckendste Struktur habe.

Die Begründungen der übrigen Wählenden gingen auseinander. Manche stimmten für Ali-A, weil das „Minecraft-Architektur“ sei. Andere wählten „mit Gefühl“ und waren von Phils Geschichte mit dem Sohn gerührt. Eine Stimme für Phil ging auf lila Blumen zurück, die an eine kürzlich verstorbene Katze erinnerten. Ein anderer Wähler argumentierte spielmechanisch: ein Baum mit Fackeln, der bald abbrenne, ein Haus ohne Licht, in dem Zombies spawnen würden, und ein Bau, der funktioniere. Jelly bekam nur eine von 31 Stimmen und schied aus. Phil und Ali-A lagen lange gleichauf.

Ergebnis und Jimmys Schlusswort

Die Million für die Abonnenten gewann Philip DeFranco, der selbst nicht damit gerechnet hatte und sagte, er wäre fast im ersten Spiel rausgeflogen. Phil kündigte an, 50 Mal 20.000 Dollar zu verschenken.

Zum Schluss spricht Jimmy aus seinem Kinderzimmer, in dem sein Kanal mit null Abonnenten begann. Deshalb habe er dieses Video drehen und die frühen YouTuber feiern wollen, die vor ihm da waren und die er als kleiner Junge hier täglich geschaut habe. Er dankt den 50 Teilnehmenden und allen Zuschauern, ohne die er weltweit keine Brunnen bauen und Menschen helfen könne. Selbst wenn ihm nur zehn Leute zuhören würden, sagt Jimmy, würde er weitermachen. Er nehme seine Zuschauer nicht als selbstverständlich hin.