30 Tage an Fremde gekettet: Wem vertraut Alison eine Viertelmillion Dollar an?

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Überblick

Im Zentrum des Videos steht eine Frage: Kann man innerhalb weniger Tage einschätzen, ob ein fremder Mensch einen um viel Geld betrügen würde? Alison, die in einer früheren Challenge bereits 250.000 Dollar gewonnen hat, soll sich 30 Tage lang an Fremde ketten lassen. Hält sie durch, winkt ihr erneut eine Viertelmillion. Der Haken: Die Person an ihrer Seite bekommt am Ende die Chance, den gesamten Preis zu stehlen. Moderator Jimmy (MrBeast) baut die Challenge im Verlauf mehrfach um und verknüpft sie sogar mit anderen Videos seines Kanals.

15 Min. Lesezeit

Die erste Wahl: nur nach dem Äußeren

Zu Beginn stehen drei Fremde vor Alison: eine ältere Frau („Omi“), ein Biker und ein „Gym Bro“. Sie darf nur anhand des Aussehens wählen und entscheidet sich für den Biker in der Mitte, ohne seinen Namen zu kennen. Er heißt Bryce. Beide bekommen ein kleines Haus mit Küche und Wohnbereich. Die Regeln: Die rote Linie darf nicht übertreten und die Kette nicht abgenommen werden. Für den Toilettengang wird die Kette einfach auf den Boden gelegt. Versteckte Kameras filmen jede Ecke außer dem Bad. Was Alison nicht weiß: Bryce wird nicht der einzige Fremde bleiben, an den sie gekettet wird, und jeder von ihnen könnte ihr am Ende das Geld stehlen.

Kaum ist die Kette angelegt, bereut Alison halb im Scherz, nicht die Omi gewählt zu haben. Bryce sagt, er könne kochen. Alison hofft, dass sie am Ende teilen. Vor der Kamera erklärt Bryce allerdings, er tendiere „eindeutig zur Option Stehlen“. Alison befürchtet, dass er nur vertrauenswürdig tut und es in Wahrheit auf das Geld abgesehen hat. Sie testet ihn mit Spielen, bei denen die beiden rennen und sich gegenseitig mit Dingen bewerfen. Die Erzählstimme kommentiert, das sehe schlimm aus, sei aber wohl in Ordnung, da beide lachen. In einem Gespräch über den Preis fällt der Satz, man müsse eben glauben, dass der andere nicht stiehlt.

Tag 5: Neue Fremde aus der Limousine

Am fünften Tag fährt eine Limousine vor, und das Prinzip der Challenge wird enthüllt: Alle fünf Tage wird Alison an einen neuen Fremden gekettet. An Tag 25 kehren alle zurück, und sie muss entscheiden, wer ihr am wenigsten wahrscheinlich das Geld stiehlt. Zur Auswahl stehen diesmal eine Cheerleaderin, eine Schwangere und ein Anwalt. Sprechen dürfen sie nicht, Alison wählt wieder nur nach dem Äußeren.

Ihre Überlegungen fallen offen aus. Dem Anwalt traut sie wegen seines Grinsens kein bisschen. Über die Schwangere heißt es, Schwangere sähen zwar immer lieb aus, sie habe aber einen Grund, das Geld zu nehmen. Bei der College-Cheerleaderin vermutet Alison einen Studienkredit. Beim Anwalt kommt der Gedanke auf, er sei vielleicht reich und brauche das Geld gar nicht. Am Ende wählt sie die Cheerleaderin Skyylar.

Skyylar: Freundschaft ohne Gespräche über Geld

Mit Skyylar versteht sich Alison laut Erzählstimme deutlich besser. Skyylar bringt Wellness-Utensilien mit, die beiden machen Cheerleading-Rufe („Los geht's, Pirates!“) und albern herum. Alison bleibt dennoch vorsichtig. Jeder, der herkomme, werde sagen, er wolle nicht stehlen und die 250.000 teilen, meint sie. Sie testet auch Skyylar, indem beide auf Kommando so schnell wie möglich losrennen sollen. Skyylar wiederum erklärt vor der Kamera, sie brauche Alisons Vertrauen und spiele deshalb einfach so weiter wie bisher.

An Tag 7 stellt der Moderator fest, dass die beiden noch nicht über das Geld gesprochen haben. Es sei eher eine entspannte Freundschaft unter Frauen, sagt Alison. Mit der Zeit öffnen sich beide. Alison erzählt, was sie mit dem Geld machen würde: Sie würde ihren Vater bitten, ihr beizubringen, wie man Geld investiert. Sie fragt sich aber, ob es ihren Vater noch gibt, wenn sie erst im Alter Geld hat.

Dann folgt ein Moment, den die Erzählstimme als „riesigen Fehler“ Skyylars bezeichnet. Bei einem Spiel fällt der Ausruf „Ein Stück näher an 250 Riesen!“, gefolgt von einem überraschten „Was, 250?“ und der Beteuerung, das sei aus Versehen gewesen. Die Erzählstimme wertet das als Verplapperer. Auf Nachfrage des Moderators an Tag 10, ob sie stehlen würde, sagt Skyylar sogar: Nach fünf Tagen des Kennenlernens würde sie stehlen. Ob das ehrlich gemeint ist, lässt das Video offen.

Tag 10: Das „Beast-Multiversum“ beginnt

Der zweite Twist kommt mit Tänzern und einem Ständchen auf MrBeast. Die rote Linie wird übermalt: Die nächsten fünf Tage verbringt Alison nicht im Haus. Sie wird in ein ganz anderes Video gebracht, in den Supermarkt, in dem vier Leute für eine Million Dollar alles aufessen müssen. Der Moderator erklärt, dass parallel zum Supermarkt-Video dieses Ketten-Video gedreht wird, und spricht davon, dass zum ersten Mal auf dem Kanal zwei Videos miteinander verschmelzen. Er nennt das „Beast-Multiversum“.

Skyylar wird befreit, und Alison muss einen der Supermarkt-Kandidaten wählen, an den sie fünf Tage gekettet wird. Sie darf dabei mitessen. Einer der Männer sagt, er möge 125.000 Dollar, also den geteilten Preis, und keiner von ihnen würde stehlen. Alison wählt Juan.

Juan: Familie, Demenz und ein Vergleich mit dem Vater

Im Supermarkt müssen die Kandidaten die aufgenommenen Kalorien durch Sport verbrennen. Nach zehn Tagen im engen Haus macht Alison laut Erzählstimme gerne mit. Sie hilft auch beim Essen, das die Männer nicht mögen, etwa mit einem Saft aus Blumenkohl als einziger Zutat. Im Gespräch zeigt sich, dass beide im Bauwesen arbeiten: Einer reißt Gebäude ab, der andere baut sie.

Wichtiger für Alisons Entscheidung ist ein ernstes Gespräch. Juan versichert, er sei ganz ehrlich und habe noch nie etwas gestohlen, weder Geld noch Essen. Er hat sechs Kinder und macht das nur für die Familie. Alison erzählt daraufhin, dass bei ihrem Vater Demenz festgestellt wurde. Er habe alle versorgt, sie wolle ihm etwas zurückgeben, denn ihre Familie brauche das Geld mehr als sie selbst. Juan fragt, ob er sie umarmen darf, „für deinen Dad“, und bittet sie, ihren Vater dann für ihn zu umarmen. Alison beschreibt Juan als durch und durch guten Menschen, der alle mag und sie an ihren Vater erinnere. Sie hält auch ihre bisherigen Partner für nett und glaubt, sie würden nicht stehlen, muss aber den Vertrauenswürdigsten finden.

Zwischendurch taucht die Verlobte des Moderators auf, die mit der Gruppe trainiert. Der Moderator bemerkt, in solchen Momenten werde ihm klar, wie schräg seine Videos sind. Als Alison sagt, sie hoffe, nicht ins kleine Haus zurück zu müssen, fragt er, ob er das Haus zerstören solle. Sie antwortet: „Ja, bitte.“

Tag 14–19: Ein Cowboy und ein abgestürztes Flugzeug

Die nächste Auswahl besteht aus einem Boxer, einem Cowboy und einem Sumo-Ringer. Alison wählt den Cowboy, Jason. Danach folgt die Wendung, auf die der Moderator angespielt hatte: Ein Flugzeug wird auf das Haus geworfen. An Tag 15 wohnen Alison und der Cowboy im abgestürzten Flugzeug, eingeschlossen in einem neuen Kreis für fünf Tage. Dabei wird Alisons Schuh zerstört. Der Innenraum ist schief, die Nächte sind entsprechend unbequem. Der Cowboy meint dazu, das sei nicht sein erstes Rodeo. Er wünscht sich ein Standfahrrad und bekommt es.

Auf die Frage, ob er das Geld mit Alison teilen würde, zögert er hörbar: „Äh, ich meine… Jetzt denke ich, ja.“ Am Lagerfeuer mit einem Hilfspaket voller Schokolade und Marshmallows erzählt er von seinem Traum, einem Cowboy-Camp für Kinder, mit Schafen für die Kleinen und Jungbullen für 13- und 14-Jährige. Alison wartet nach eigener Aussage immer noch darauf, dass er sagt, er werde das Geld nicht stehlen. Solange er das nicht könne, habe er keinen Vorteil gegenüber seinen Vorgängern.

Tag 20: Brie und das Versprechen-Tattoo

Für den letzten Fremden stehen ein Rockstar, ein Fischer und eine Profi-Basketballerin zur Wahl. Alison nimmt die Basketballerin Brie. Der vergrößerte Bereich entpuppt sich als zweiter Übergang in ein anderes Video, die Fortsetzung eines der beliebtesten Videos des Kanals. Darin will ein Paar vor der Hochzeit fast 70 Kilo abnehmen. Alison und Brie dürfen dort alles benutzen, auch die Dusche. Alison findet das neue Set großartig.

Brie bringt ihr Basketballtricks bei, die beiden spielen Tennis und trainieren mit dem Paar. Alison findet Brie cool, gesprächig und sportlich. Brie selbst sagt vor der Kamera, sie kenne Alison kaum, und Alison habe schon eine Viertelmillion gewonnen, also müsse sie Brie überzeugen, nicht alles zu stehlen. Die Erzählstimme folgert, Brie wolle anscheinend alles stehlen. Mit dem Geld würde Brie ihrer obdachlosen Tante aus ihrer Lage helfen, denn es gehe nicht um sie selbst.

Alison sagt, sie hätten viel Spaß, aber wenn Brie die Chance auf die Entscheidung wolle, brauche sie etwas mehr. Brie fragt die Crew leise, wie sie Alisons Vertrauen gewinnen könne. Die Antwort lautet, sie solle sie selbst und ehrlich bleiben. Auf die Frage, ob sie auf jeden Fall teilen würde, sagt sie „unter uns“, sie sei nicht so sicher. Kurz vor Schluss hakt der Moderator bei beiden nach. Alison zweifelt, weil Brie kein Versprechen gegeben habe, und Brie fühlt sich dadurch motiviert, ihren Plan umzusetzen. Sie zeigt Alison ein Tattoo mit dem Wort „Versprechen“ und verspricht, ihr kein Geld zu stehlen. Auf Alisons Nachfrage, ob der Gewinn dann „tausendprozentig“ garantiert sei, antwortet sie: „Genau. Versprochen.“ Alison hält fest, Brie sei die erste der Fremden, die das ausdrücklich verspricht. Brie scherzt vor der Kamera, das Tattoo müsse sie vielleicht bald entfernen lassen.

Am Tag vor der Entscheidung wirkt Alison belastet. Sie findet es unfair, nur eine Person wählen zu können, sie vertraue vielen und kenne ihre Geschichten, alle könnten das Geld gebrauchen. Man beruhigt sie: Es gebe keine falsche Entscheidung, es gehe um Vertrauen und Bauchgefühl.

Das Finale: Ein Buzzer und gestaffelte Trostpreise

Am entscheidenden Tag wird Alison mit verbundenen Augen per Limousine ins Lager des Supermarkts gebracht. Dort stehen alle fünf Fremden, an die sie gekettet war. Der Moderator erklärt die Regeln: Sie hat bis zu fünf Tage Zeit, kann aber jederzeit den Buzzer drücken und damit Leute nach Hause schicken. Alison buzzert sofort, noch bevor alles erklärt ist. Erst danach erfährt sie, dass alle fünf bereits entschieden haben, ob sie teilen oder stehlen, und dass die Ausgeschiedenen gestaffelt Geld bekommen: 10.000 Dollar für den Ersten, 20.000 für den Zweiten, 30.000 für den Dritten und später 40.000 für den Vierten. Die Reihenfolge ist also wichtig. Der Moderator nennt den Buzzer-Druck „wohl vorschnell“. Alison sagt, es beruhige sie, dass alle etwas Geld bekommen.

Bei der Befragung verneinen Skyylar und Juan, gestohlen zu haben. Der Cowboy bedankt sich bei Alison dafür, dass sie ihm vertraue, was sie so nie gesagt hat. Sie gesteht offen, an ihm gezweifelt zu haben. Er sagt, er habe nicht gestohlen, er sei ein schlechter Lügner. Brie sagt, alle seien wunderbare Menschen, und es hänge davon ab, mit wem Alison sich verbunden fühle.

Cowboy und Brie: Zwei rote Lichter

Alison will von „kaum vertrauenswürdig“ zu „vertrauenswürdig“ vorgehen. Den Cowboy eliminiert sie zuerst, weil er als einzige Person nicht sagen wollte, dass er das Geld nicht nimmt. Er hatte tatsächlich „Stehlen“ gewählt, „falls sich nichts ändert“, wie er sagt. Der Moderator stellt fest: Wäre er bis zum Schluss geblieben, hätte er die 250.000 genommen und Alison wäre umsonst da gewesen. Sie habe es aber „gewittert“. Der Cowboy erhält 10.000 Dollar. Alison erklärt, dass er vor der Enthüllung der Trostpreise gewonnen hätte. Nun wolle sie die Reihenfolge so wählen, dass sie den anderen mit 20, 30 oder 40.000 Dollar mehr helfen könne.

Als Nächste trifft es Brie, für 20.000 Dollar. Alison sagt ehrlich, sie glaube, Brie habe gestohlen. Sie habe Angst, jemanden wegzuschicken und dann ein grünes Licht zu sehen, oder jemanden zu behalten, der rot ist. Brie bestätigt: Sie habe das Versprechen gegeben, aber manchmal müsse man Versprechen brechen und gewinnen. Sie bleibe bei dem, was sie ihrer Familie versprochen habe, und es habe „interessanter wirken“ müssen. Andere in der Runde sagen, sie hätten es geahnt.

Juans Opfer

Drei bleiben übrig: Skyylar, Juan und Bryce. Bryce sagt, Versprechen seien sinnlos, alle würden nur lügen. Er habe alles getan, damit Alison ihm vertraut, wolle nicht betteln und einfach befreundet sein. Gewählt habe er „Teilen“. Juan sagt, er glaube sehr an Karma, das sei für ihn das Wichtigste.

Alisons Bauch sagt ihr, dass Juan nicht gestohlen hat. Trotzdem eliminiert sie ihn, zum lauten Protest des Moderators. Sie begründet das damit, dass sie mit Juan darüber gesprochen habe. Juan sagt, es sei in Ordnung, egal welche Summe sie ihm gebe, er freue sich für sie. Zudem sei er ja noch im Supermarkt-Video und werde reich, wenn er alles aufesse. Alison erklärt, sie und Juan täten das, um den beiden anderen zu helfen. Der Moderator fragt, ob er je ein solches Opfer erlebt habe. Juans Licht ist grün, er bekommt 30.000 Dollar. Alison jubelt, obwohl sie damit womöglich 125.000 Dollar verloren hat. Bisher habe sie richtig gelegen, sagt sie, die nächsten zwei Lichter würden grün. In der Runde fällt anschließend die Bemerkung, Brie sei im Verlauf „nicht mehr dieselbe“ gewesen, da sei „etwas faul“ gewesen.

Die letzte Entscheidung: Bryce oder Skyylar

Nach 24 Stunden hat Alison immer noch nicht gebuzzert. Sie hat eine weitere Nacht darüber geschlafen, weil sie keine falsche, sondern eine weise Entscheidung treffen will. Der Moderator merkt an, er müsse noch weitere Videos drehen, das dauere unerwartet lange. Einer der beiden bekommt nun 40.000 Dollar, die andere Person 125.000 bis 250.000. Alison sagt, sie glaube wirklich, beide hätten ein grünes Licht, und das mache es schwerer.

Am Ende entscheidet sie sich mit dem Hinweis, es gehe hier um Vertrauen, gegen Bryce: „Sorry, Bryce, ich muss sie wählen.“ Vor der Enthüllung beteuert sie, ein rotes Licht sei „ausgeschlossen“, sonst wäre Juan geblieben. Doch Bryces Licht ist nicht grün: Er hatte „Stehlen“ gewählt. „Ich habe mich geirrt“, heißt es, und Alison sagt, sie habe nun Juan gegenüber ein schlechtes Gewissen. Bryce bekommt 40.000 Dollar in bar und scheidet aus.

Damit steht im Raum, dass womöglich jeder Fremde außer Juan sie bestehlen wollte. Der Moderator betont, dass jede Entscheidung bei Alison lag: wen sie alle fünf Tage wählte und in welcher Reihenfolge sie die Leute nach Hause schickte. Zum Schluss fällt ein Vorhang. Steht Skyylar mit dem Geld dahinter, teilen beide. Ist sie nicht da, bekommt Alison nichts. Alison ist nach der Sache mit Bryce nervös, Skyylar hofft noch, dass Alison teilt. Auf drei fällt der Vorhang: Skyylar hat „Teilen“ gewählt, beide gewinnen 125.000 Dollar. „Manche Fremde werden Freunde“, heißt es zum Abschluss.